Die „syrische Katastrophe“ und ihre Folgen
Kristin Helberg referiert auf Einladung der Volkshochschule

Kristin Helberg. Bild: Jan Kulke/photoartberlin.de
Vermischtes
Kirchenthumbach
11.01.2017
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"Wegschauen funktioniert nicht mehr - zumindest nicht in Syrien", sagt Kristin Helberg. Am Freitag, 13. Januar, um 19.30 Uhr kommt sie auf Einladung der Volkshochschule Eschenbach/westlicher Landkreis Neustadt/WN zu einer spannenden Lesung mit anschließender Diskussion ins katholische Pfarrheim Kirchenthumbach.

Syrien hat sich zum Schlachtfeld regionaler und internationaler Interessen entwickelt. Die Menschen vor Ort werden im Stich gelassen - politisch, militärisch und humanitär. Und es ist kein Ende in Sicht. Das rächt sich: Hundertausende suchen Schutz in Europa, vor allem in Deutschland.

Kristin Helberg, die für die ARD arbeitet, hat sieben Jahre in Syrien gelebt und kennt das Land besser als vermutlich jede andere deutschsprachige Journalistin. Sie weiß, wie es jenen geht, die bis heute in Syrien ausharren, und jenen, die versuchen, in Deutschland Fuß zu fassen.

Mehr Mut und Sachlichkeit

Davon handeln auch ihre Bücher "Brennpunkt Syrien" und "Verzerrte Sichtweisen". Helberg wirbt darin für mehr Mut und Sachlichkeit in der Flüchtlingsdebatte. Und sie beleuchtet unverblümt die Ängste und Missverständnisse der Deutschen "in einem veränderten Land". Bei der Lesung in Kirchenthumbach wird Kristin Helberg nicht nur ihre Bücher vorstellen, sondern auch Fragen stellen: Warum haben so viele Deutsche Angst vor den Migranten? Was erwarten wir von ihnen - und was erhoffen sich die Syrer von Deutschland? Wie kann ein friedliches Zusammenleben trotz sprachlicher und kultureller Unterschiede funktionieren?

Nach der "Zeit der Kuscheltiere beim Eintreffen in den Bahnhöfen müssen die Deutschen handeln, damit die syrische Katastrophe nicht zu einer deutschen wird", fordert Helberg. Die Lesung wird unter anderem von den Kulturkreisen Kirchenthumbach und Pressath unterstützt.

Zum Thema: Interview mit Kristin Helberg
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