16.04.2018 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Entwicklungshelfer informiert über das Nagaland und seinen Einsatz dort - KAB spendet für ... Kardamom-Tee und Lotha-Schal

Thurndorf. Ein Videoclip über Land und Leute stimmte die Zuhörer auf das Thema ein: Mit dem Zubza-Projekt beschäftigte sich ein Vortrag bei KAB im Pfarrheim. Passend dazu gab es Kardamom-Tee zu kosten.

Mit Schals, wie sie für das Nagaland typisch sind: Unser Bild zeigt (von links) Pater Samuel Patton, von der KAB Gerlinde Schaller, Sieglinde Herzing und Gabriele Ziegler sowie Referent Hans Rupprecht. Bild: hzi
von Redaktion OnetzProfil

Hans Rupprecht aus Eschenbach, der Referent des Abends, hatte ursprünglich an Auslandseinsätzen der Bundeswehr in Afghanistan und im Kosovo teilgenommen. Durch Zufall habe er danach vom Zubza-Projekt der fränkischen Marktgemeinde Weisendorf erfahren, berichtete Rupprecht den KAB-Mitgliedern. Als Entwicklungshelfer sei er bei mehreren jeweils dreimonatigen Aufenthalten dort tätig gewesen.

Das Gebiet Naga ist ein indischer Bundesstaat im Nordosten des Landes und grenzt an Myanmar. Es gehört zu einer Gruppe von insgesamt sieben Bundesstaaten, den "sieben Schwestern". Das Dorf Zubza liegt circa 1000 Meter über Meereshöhe, deswegen kann es dort auch empfindlich kalt werden. Die Menschen dort könnten sich durch den sogenannten Lotha-Schal gegen die Kälte schützen, informierte der Referent. Die knapp zwei Millionen Einwohner des Bundesstaats verteilen sich auf 16 000 Quadratkilometer, so dass es eine ähnliche Bevölkerungsdichte wie in der Oberpfalz gebe, merkte Rupprecht an. Die Amtssprache ist Englisch. Als Grund dafür führte er die Zusammensetzung der Bevölkerung aus insgesamt 16 Stämmen mit 14 verschiedenen Sprachen an. Ohne Englisch könne man sich nicht untereinander verständigen, erläuterte der Eschenbacher. Die Menschen im Nagaland seien sehr zufrieden mit dem Wenigen, das sie besitzen, fügte er hinzu. Die Behausungen sind zum Teil sehr einfach aus Bambus gefertigt. Man ernähre sich mit dem, was die Natur hergibt, und mit selbst angebautem Reis, teilte Rupprecht mit: "Essen ist Selbsterhaltung."

Es gibt auch kein Sozialwesen, wie es bei uns bekannt ist. Dafür seien die Menschen sehr hilfsbereit, sagte der Referent. Da die Bildung als hohes Gut betrachtet wird, aber viele sich den Schulbesuch nicht leisten können, besteht die Möglichkeit der Übernahme von Schulpatenschaften. Nach dem Vortrag überreichte die KAB Rupprecht eine 150-Euro-Spende für das Zubza-Projekt.

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