Jagdpachtschilling kommt in Rücklage - Rehkitze retten: Mäharbeiten rechtzeitig melden
Für Wildschäden und Wegebau

Vermischtes
Kirchenthumbach
07.03.2018
47
0

Heinersreuth. Der Jagdpachtschilling wird in diesem Jahr nicht ausbezahlt. Das beschlossen die Mitglieder der Jagdgenossenschaft in ihrer Jahreshauptversammlung. Stattdessen wird das Geld als Rücklage, zweckgebunden für Wildschäden, in der Kasse bleiben.

Die Zusammenkunft "auf der Mauth" zeigte wieder eine zufriedene Einigkeit auf. Sowohl die Landwirte und Verpächter als auch die Jäger brachten - außer gelegentlichem Ärger mit einigen uneinsichtigen Pächtern - keine größeren Beschwerden vor.

Nach einer kurzen Schweigeminute für Paul Reiß und Willi Retsch beim Totengedenken dankte Jagdvorsteher Gerhard Weiß in seinem Jahresrückblick Jagdpächter Rudi Gräbner und Jagdaufseher Rudi Biersack sowie Mitjäger Florian Ziegler und Christina Gräbner für die vorbildliche Betreuung der Jagd. Durch ihr gutes "Sitzfleisch" auf den Hochsitzen halten die Jäger die Schwarzkittel-Population in Grenzen und können so größere Schäden vermeiden.

Jäger Rudi Gräbner bedankte sich bei den Jagdgenossen für die gute Zusammenarbeit. Er und seine Jäger würden ihr Bestes geben, um das Revier und Mutter Natur zu schützen. Auf der Staatsstraße 2122 seien von Heinersreuth bis Naslitz auf eigene Kosten Reflektoren angebracht worden, um Wildunfällen vorzubeugen - die Maßnahme habe Erfolg gezeigt.

Durch das Abmähen der Wiesen im Frühjahr überleben viele Rehkitze nicht. Deshalb bat Gräbner alle, Mäharbeiten rechtzeitig zu melden: Dann habe man die Möglichkeit, die Rehkitze aus dem hohen Gras zu vertreiben, und so zu retten. Zur "afrikanischen Schweinepest" merkte der Jäger an, dass diese den Erkenntnissen nach für den Menschen nicht gefährlich sei, aber natürlich auch hierzulande mit großer Aufmerksamkeit verfolgt werde.

Bürgermeister Jürgen Kürzinger lobte die gute Kooperation zwischen den Jagdpächtern und den Jagdgenossen. Wichtig sei, dass jeder seine Aufgaben erfüllt, damit das Ergebnis stimmt. Die Jagdpächter sorgten dafür, dass sich das Revier in einem guten Zustand befindet. Zudem sei die Landschaftspflege mit Erhaltung der Fluren und Wege wichtig, damit sich die Natur einladend präsentiert.

Bei der Abstimmung über den Jagdpachtschilling stimmten 20 Jagdgenossen dafür, diesen heuer als Rücklage in der Kasse zu lassen. Zwei Personen enthielten sich, zwei weitere stimmten mit "Nein".

Jagdvorsteher Gerhard Weiß bedankte sich dafür, dass die Mehrheit die Jagdpacht nicht für sich in Anspruch nimmt, sondern vielmehr für eine kleine Rücklage in der Kasse sorgt. Dieses Jahr werde der Wegebau in Lenkenreuth bezuschusst, kündigte er an. Abschließend bedankte sich Weiß beim Vorstand, bei Jagdpächter Rudi Gräber für das Jagdessen und bei den Wirtsleuten für die schmackhafte Zubereitung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.