01.12.2017 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Jugend steuert Gstanzln zu Hutza-Abend bei: Von Rasern und Ruhestörung

Thurndorf. "Der Pforrer is a doa, des is wirkli schey. Leider wird uns unsa Pforrer heit goar net vastai." Beim Hutza-Abend im proppenvollen Pfarrheim (wir berichteten) war das leicht - ja, sogar sicher - möglich, ist doch Pater Samuel Patton Inder. In seiner Heimat kennt man das fränkisch-oberpfälzerische Sprachgemisch nicht, in dem die Jugendlichen des Dorfes Gstanzln sangen. In Mundart nahmen sie Dorfbewohner wie Ereignisse auf die Schippe. Begleitet wurden die Bänkelsänger von Luzia Maul auf der Steierischen. Erwähnt wurde die Pfarrkirche, die inzwischen zu groß geworden ist, "weil die Leut' nicht reingehen". Im Visier war auch der Aussichtsturm "drob'm auf'm Kitschara", den man neben "einer schönen Kapelle" aufgestellt hat. Bürgermeister Jürgen Kürzinger habe wegen der neuen Straße durch Sassenreuth und der Hose eines Bauhofmitarbeiters Stress. Zur Geschwindigkeitsbegrenzung in Richtung Sportplatz stellten die Gstanzlsänger fest: "Dou drunt'n im Birkig dou sans an weng speziell. Selber homs Zone 30 owa sunst fohrns selba gern schnell." Derbleckt wurde auch ein Bürger, der unweit der Pfarrheimes wohnt. Selbiger wolle nicht mit der Jugend feiern, sondern liebe die Ruhe. Werde es "ein bisserl laut", schicke der Mann die Polizei oder reiche Klage ein. "Ihr habt uns zughorcht, des hout uns gscheit gfreit", hieß es zum Abschied. Bild: ü

von Autor ÜProfil
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