25.10.2017 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Katja Gieler erläutert Eltern die Grundlagen der Evolutionspädagogik Entwicklungsstufen nacherleben – vom Urvertrauen zum Selbstvertrauen

Neuzirkendorf. Die "Sieben Sicherheiten, die Kinder brauchen", standen im Mittelpunkt des Vortrags von Evolutionspädagogin Katja Gieler im Neuzirkendorfer Pfarrheim. Der Einladung der Ortsbäuerinnen von Kirchenthumbach und Neuzirkendorf waren gut 50 Mütter, Väter und Omas gefolgt. Gut zweieinhalb Stunden zog Gieler die Zuhörer in ihren Bann.

Mit praktischen Übungen die jeder zu Hause mit den Kindern immer wieder nachmachen kann, zeigte die Referentin, wie man den Kindern bei ihren sieben Entwicklungsstufen helfen und sie dabei gezielt fördern kann. Wer von den Zuhörern wollte, konnte bei einigen Übungen mitmachen
von Petra LettnerProfil

Die moderne Forschung gehe davon aus, dass das menschliche Gehirn bis zum dritten/vierten Lebensjahr sieben Entwicklungsstufen durchläuft, informierte die Referentin. In ihren typischen Bewegungs- und Verhaltensmustern (Rollen, Robben, Krabbeln, Vierfüßlergang bis hin zum vollständigen Aufrichten und dem Spracherwerb) entspreche die Entwicklung des Menschen den aufeinander aufbauenden Entwicklungsstufen in der Evolution.

Da Bewegungs- und Gehirnentwicklung eng miteinander verbunden seien, könnten nicht ausreichend trainierte Bewegungsabfolgen im Baby- und Kleinkindalter Auswirkungen auf Lernen und Verhalten haben, erklärte Gieler. Durch das Nacherleben der Entwicklungsstufen mit speziellen Körperübungen aus der Evolutionspädagogik könnten bisher ungenügende Vernetzungen im Gehirn ausgebaut, Defizite behoben und neue Talente gefördert werden.

Spielerisch lernen

Den "sieben Sicherheiten" und Entwicklungsstufen werden stellvertretend Tiere zugewiesen (Fisch, Amphibie, Reptil, Säugetier, Affe, Urmensch, moderner Mensch), die anhand ihrer Eigenschaften den jeweiligen Entwicklungsschritt verdeutlichen. Mit dem Leitsatz "Hinter dem Stress liegt das Talent" verdeutlichte Katja Gieler, dass Kinder, die unter Stress stehen, ihr Talent nicht abrufen können. Lernen funktioniere nur, wenn Kinder Lust dazu haben. Darum sei es wichtig, ihnen die Möglichkeit zu geben, spielerisch zu lernen. (lep)

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