15.01.2018 - 20:00 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Neujahrsempfang der Marktgemeinde mit Appell an Bürger Gemeinsam Neues meistern

Es geht nicht um Euphorie, sondern um Begegnung: Der Neujahrsempfang der Marktgemeinde Kirchenthumbach bietet circa 70 Gästen beste Gelegenheit zum Austausch. Besondere Akzente setzt die Musik-schule Vierstädtedreieck mit angenehmen musikalischen Klängen.

Zum Neujahresempfang der Marktgemeinde Kirchenthumbach war alles vertreten, was Rang und Namen hatte
von Petra LettnerProfil

Eine lange Warteschlange hatte das Bürgermeister-Dreigestirn - Jürgen Kürzinger und seine beiden Stellvertreter Josef Schreglmann und Werner Trenz - beim Neujahrsempfang abzuarbeiten. Sehr oft mussten sie Hände schütteln, bis die Veranstaltung ganz entspannt und zwanglos starten konnte.

Neben den Gemeinderäten, Vertretern der Kirchen, der US-Armee, der Ärzteschaft sowie von Rotem Kreuz, Feuerwehren, Schule, Kinderhaus und Banken, den Bürgermeistern aus dem Vierstädtedreieck und Vereinsfunktionären machten Verantwortliche aus Politik und der heimischen Wirtschaft ihre Aufwartung. Kinder und Jugendliche der Musikschule Vierstädtedreieck gaben musikalisch den Startschuss.

Ein neues Jahr sei immer mit Hoffnungen verbunden, sagte Bürgermeister Jürgen Kürzinger in seiner Rede. "Fast jeder hat das Gefühl, mit dem neuen Jahr etwas Neues anzufangen. Dieses Gefühl verleiht Energie und Mut, etwas Neues zu wagen oder Dinge neu zu denken. Und das ist eine gute Voraussetzung, um weiterzukommen - persönlich wie politisch."

Lebendige Demokratie

"In diesem Jahr haben wir nicht nur unsere Gemeinde im Blick, sondern blicken auch gespannt auf die neue Bundesregierung", merkte Kürzinger an: "Welchen Stellenwert nehmen dann die Kommunen ein, wird die neue Regierung sie weiter stärker finanziell entlasten?" Der Bürgermeister sprach dann Krieg, Verfolgung und Terror an: "2017 war erneut ein Jahr, das viel Anlass für Besorgnis und Verunsicherung bot."

Zur Marktgemeinde überleitend erklärte er, dass die politisch Verantwortlichen eine lebendige Demokratie schätzten. "Dazu gehören Auseinandersetzungen und Meinungsstreit. Das ist die Voraussetzung, um gemeinsam gute Lösungen und tragfähige Kompromisse zu finden. Demokratie basiert auf einer möglichst breiten Beteiligung, sie braucht die Mitwirkung der Zivilgesellschaft."

Das gesellschaftliche Leben in Kirchenthumbach prägen viele Vereine und Ehrenamtliche. Kürzinger bedankte sich bei allen Bürgern, die sich für ihre Mitmenschen und das Gemeinwohl einsetzen. "Lassen Sie uns gemeinsam neue Aufgaben, Herausforderungen, Ziele und Visionen meistern", appellierte er an alle und betonte: "Die Gemeinde ist auf das große Engagement der Vereine angewiesen und dafür sehr dankbar."

450 Spender vermittelt

Danach übergab er Michael Sporrer, dem Vorsitzenden von "Hilfe für Anja", das Wort. Der Verein hatte beim Neujahrsempfang die Bewirtung und Verköstigung der Gäste übernommen. Sporrer nahm die Möglichkeit wahr, die Vereinsarbeit vorzustellen, gleichzeitig motivierte er dazu, Spender zu werden.

"Die vergangenen 18 Jahre waren sehr bewegend. Freud und Leid waren eng miteinander verbunden", machte er deutlich und berichtete, dass seit der ersten Typisierung im Jahr 2000 bis heute weitere 118 Aktionen folgten. Über 47 000 Spender wurden mit einem Kostenaufwand von über 2,3 Millionen Euro typisiert. Insgesamt konnten dadurch 450 Spender vermittelt werden. "Gerade junge Leute sind das größte Kapital", hob Sporrer hervor und bot daher den Vereinsvertretern an, zu ihnen zu kommen und eine Ersttypisierung, die mit Wattestäbchen erfolgt, zu veranstalten.

Im Anschluss gab die Musikschule mit dem Vokalensemble "Sonnettes" die Lieder "Love Yourself" und "Turn, Turn, Turn" zum Besten. Bei leckeren Häppchen und kalten Getränken kamen die Gäste dann ins Gespräch. Die Möglichkeit, sich über Alltagssorgen und Aufgaben auszutauschen, wurde gerne genutzt.

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