Ökumenischer Gottesdienst zum Valentinstag mit Paarsegnung
Ohne störende Masken

Pfarrerin Anne Utz und Pfarrer Helmut Süß (von links) sowie Lektorin Gabriele Scherl gestalteten den ökumenischen Gottesdienst zum Valentinstag und erteilten den Paaren zum Abschluss auch den Einzelsegen. Bild: rfü
Vermischtes
Kirchenthumbach
14.02.2018
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Im ganzen Land feiern die Verliebten, Verlobten und Verheirateten den Valentinstag. In Kirchenthumbach haben die katholischen und die evangelischen Christen aus diesem Anlass wieder etwas Besonderes organisiert: einen ökumenischen Gottesdienst, bei dem die Segnung der Paare den Höhepunkt bildet.

Die Teilnahme daran war allerdings gering. Grund dafür war sicherlich der Faschingskehraus. Doch heuer fiel der Valentinstag auf den Aschermittwoch - dann steht die Aschenauflegung an -, und so einigten sich die Veranstalter auf eine Valentinsfeier am Faschingsdienstag. Paare, die den Weg ins Gotteshaus gefunden hatten, brauchten ihr Kommen jedoch nicht bereuen: Sie wurden nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

Im Altarraum versammelten sich Pfarrer Helmut Süß, Pfarrerin Anne Utz und Lektorin Gabriele Scherl, die alle am Ende den Paaren auch den Einzelsegen erteilten. Musikalisch umrahmte die Gruppe "New Voices" unter Leitung von Walter Thurn den Gottesdienst. Dessen Motto lautete: "Fasching - wer bin ich wirklich?". Es wurde hinterfragt, wie Masken Beziehungen stören können und wie es gelingen kann, ohne Maske offen und ehrlich miteinander umzugehen.

Für Paare, die frisch verliebt sind, wurde gebetet: Dass sie neugierig sind auf den anderen und sich überraschen lassen, wenn die Wirklichkeit anders ist als das Bild, das sie sich voneinander gemacht haben. Dass sie ihre Gemeinsamkeiten entdecken und sich darüber freuen, dass sie Unterschiede als Bereicherung wahrnehmen, dass sie ehrlich zueinander sind und sich und andere mit allen Stärken und Schwächen akzeptieren. Für Paare, die bereits eine längere oder lange Zeit miteinander geteilt haben, wurde gebetet, dass sie offen sind, zu schauen, welche ihrer Rollen ihnen gut tun und wo sie sich Veränderungen wünschen. Dass sie sich weiterhin miteinander entwickeln und sich dabei unterstützen, sie selbst zu werden und zu sein.

Gebetet wurde zudem dafür, dass die Paare zerbrochene Träume und enttäuschte Hoffnungen miteinander tragen können, ohne bitter zu werden, und dass ihre Beziehung immer neu beflügelt wird von der Erinnerung an die Träume und Sehnsüchte, die am gemeinsamen Anfang standen. Fürbitten galten auch Paaren, deren Liebe zerbrochen ist und die nicht mehr zueinander finden: Dass sie einander gehen lassen können, dass sie sich das Gute ihrer gemeinsamen Zeit bewahren und dass sie einander Fehler nicht nachtragen.

Danach sprachen Pfarrer Helmut Süß und Gabriele Scherl Segensworte. Im Anschluss bestand die Möglichkeit zur Einzelsegnung, die fast alle Paare annahmen. Dazu war dezente Orgelmusik zu hören. Im Anschluss an den ökumenischen Gottesdienst lud der Pfarrgemeinderat zu einem Sektempfang ins Pfarrheim ein.
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