05.07.2017 - 20:10 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Professor Hans-Georg Gradl begleitet Gruppe der katholischen Pfarrgemeinde durch Eifel- und ... Klöster, Krimis und Vulkane

Herrliche Landschaften und kulinarische Genüsse erlebten rund 50 Mitglieder der katholischen Pfarrgemeinde an der Mosel und in der Eifel - und zwar mit persönlicher Begleitung durch den aus Kirchenthumbach stammenden Prof. Dr. Hans-Georg Gradl. Der Theologe, der den Lehrstuhl für Neues Testament in Trier innehat und Direktor eines Universitätsinstituts in Wittlich ist, sowie Pfarrsekretärin Michaela Zeitler hatten den dreitägigen Pfarrausflug organisiert.

Die Stadt Wittlich - unter anderem mit Besichtigung der ehemaligen Synagoge (Bild) - war eine von vielen Stationen auf der Eifeltour beim Pfarrausflug der katholischen Pfarrgemeinde. Bild: exb
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Ihr Quartier bezog die Gruppe im malerischen Weinort Bernkastel-Kues. Dort wurde zu Beginn des 15. Jahrhunderts der prominente und einflussreiche Theologe und Mathematiker Nikolaus von Kues geboren. Über das Leben und Wirken des Universalgelehrten informierte eine Führung durch das Cusanusstift und dessen Bibliothek sowie die Stiftskirche. Noch heute beherbergt die weitläufige Anlage - dem Gründungsgedanken entsprechend - auch eine Seniorenresidenz. Am Ende des ersten Ausflugstags stand eine Lesung der Schriftstellerin Josefine Wittenbecher. Die Historikerin erzählt in ihren Werken so unglaubliche wie schaurige Geschichten aus dem späten Mittelalter. Gebannt lauschten die Oberpfälzer einem Kriminalfall aus dem 16. Jahrhundert in der Eifel- und Moselregion.

Ein ganzer Tag war für einen Streifzug durch das ehemalige "Armenhaus" Deutschlands vorgesehen: die Eifel. Den Anfang machte eine Besichtigung der Stadt Wittlich, die auch das Tor zur Eifel genannt wird. Die Führungen übernahm der erste Beigeordnete des Stadtrats, Albert Klein. In Wittlich ist auch das Emil-Frank-Institut angesiedelt, das sich der Erforschung der jüdischen Geschichte und dem jüdisch-christlichen Dialog widmet. Seit 2013 ist Professor Hans-Georg Gradl ehrenamtlicher Direktor des Instituts. So schloss die Besichtigung der Stadt in der ehemaligen jüdischen Synagoge.

Weitere Ziele in der Eifel waren das Zisterzienserkloster Himmerod und das Vulkanmuseum in Daun. Fachkundig begleitete Monika Metzen-Wahl, eine Mitarbeiterin des Emil-Frank-Instituts, die Gruppe. Mit einem Spaziergang am Totenmaar, einem See, der sich in einem Vulkankrater gebildet hat, endete die Tour.

Der dritte und letzte Ausflugstag stand nochmals ganz im Zeichen der Mosel. Nach einer Fahrt entlang der Moselschleifen, vorbei an steil aufragenden Weinbergen, und einer Besichtigung des Weinorts Traben-Trarbach stiegen die Teilnehmer hinauf zur Marienburg. Die mittelalterliche Klosterkirche befindet sich hoch oben auf einem Bergrücken einer von der Mosel umflossenen Halbinsel. Von dort bietet sich ein fantastischer Ausblick auf das Zeller Land. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst und einer kurzen Rast in der Jugendbildungsstätte Marienburg ging es an der Mosel entlang bis nach Cochem.

Im Schatten der Reichsburg hieß es schließlich, Abschied zu nehmen und die Heimreise anzutreten. Die gute Gemeinschaft, die vielen Eindrücke und nicht zuletzt die perfekte Organisation machten die Tage für alle zu einem einzigartigen Erlebnis.

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