08.09.2017 - 16:42 Uhr
KirchenthumbachOberpfalz

Sammler Georg Frohnhöfer überlässt Kirchenthumbachern ein Exponat als Leihgabe Briefmarke mit alter Postleitzahl

Früher galten sie als Wertpapiere des kleinen Mannes. Heute haben die meisten Briefmarkensammlungen ihren Wert verloren - doch Ausnahmen bestätigen die Regel. Für die Marktgemeinde Kirchenthumbach ist die Briefmarke von Georg Frohnhöfer eine Besonderheit.

Briefmarkensammler Georg Frohnhöfer (links) übergab zweitem Bürgermeister Josef Schreglmann (Mitte) eine Briefmarke, die heute vor 30 Jahren von Poststellenleiter Franz Bernet (rechts) in Kirchenthumbach abgestempelt wurde. Bilder: lep (2)
von Petra LettnerProfil

Frohnhöfer, ein gebürtiger Kirchenthumbacher, ist seit über zehn Jahren leidenschaftlicher Philatelist. Durch einen älteren Herrn, kam er zu diesem Hobby und seitdem lässt ihn die Leidenschaft nicht mehr los. "Mit Briefmarken gehen Sie auf Reisen in ferne Länder, lernen unbekannte Kulturen kennen, oder Sie unternehmen gleich eine Zeitreise in die Vergangenheit. Wie zum Beispiel mit Marken aus der Zeit des Kaiserreichs, der Bundesrepublik oder der DDR", erzählt er. Zu Hause hebt Frohnhöfer die Briefmarken in Alben auf. 100 Alben hat er bereits und noch viele weitere Marken liegen lose herum und warten darauf, einsortiert zu werden.

Die Marke von Kirchenthumbach entdeckte er im erworbenen Briefmarkenschrank der Firma Wolf aus Weiden. Abgestempelt am 9. September, also vor genau 30 Jahren, vom damaligen Poststellenleiter Franz Bernet - mit der gut lesbaren früheren Postleitzahl von Kirchenthumbach: 8575.

Die Marke soll nun im Rathaus seiner Heimatgemeinde in einer Vitrine ausgestellt werden. Frohnhöfer will mit dem Exponat junge Menschen zum Briefmarkensammeln animieren. Und so wie Kirchenthumbach mittlerweile eine neue Postleitzahl (91281) hat, hat sich auch die Postfiliale verändert. Die gehört seit 1999 zur Bäckerei von Hans Kohl. (Hintergrund)

Hintergrund

Fünfstellige Postleitzahl

Kirchenthumbach. (lep) Zum 1. Juli 1993 hallte der Werbeslogan der damaligen Bundespost "Fünf ist Trumpf" durch die Republik. Die Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen erregte damals die Gemüter und ist heute, nach über 20 Jahren, fast vergessen.

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