Tag des offenen Denkmals in Kirchenthumbach
Nußsteinhaus lockt Besucher an

Groß war das Interesse zur Besichtigung und zu den geschichtlichen Erläuterungen des Nußsteinanwesens am "Tag des offenen Denkmals" durch Martin Kohl. Bilder: Fürk (2)
Vermischtes
Kirchenthumbach
12.09.2017
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hat eine reichhaltige und interessante Geschichte. Einmal mehr deutlich wurde das am Beispiel "Markplatz und Nußsteinhaus mit seinem mittelalterlichen Keller".

Am Tag des offenen Denkmals hatte der Kulturkreis (KKK) zu einem "Geschichtlichen Nachmittag" eingeladen. Der Sprecher des KKK Jürgen Böhme hieß die zahlreichen Interessierten willkommen. Die Führung selbst hatte Martin Kohl übernommen. 1871 seien bei einem Großbrand 63 Anwesen sowie die Kirche abgebrannt. Das mittelalterliche Ortsbild sei vollkommen zerstört worden. Motiviert durch Pfarrer Johann Baptist Fröhlich und Bürgermeister Ignaz Schiffmann wurde bald mit dem Wiederaufbau begonnen. Dazu zählte auch das Anwesen von Bäckermeister Henfling - das heutige Nußsteinhaus.

Die ehemalige Melberei, Bäckerei, Brauerei und Landwirtschaft sei auf einem mittelalterlichen Keller gebaut worden. Vor 25 Jahren haben Kohl und seine Frau das Anwesen erworben und saniert. In Zusammenarbeit mit der Dorferneuerung sei eine sinnvolle Nutzung als Büroräume gefunden worden. Der aus dem Jahre 1871 stammende Backofen sei funktionsfähig restauriert worden. Bis 1971 sei täglich gebacken worden. Jetzt werde er nur noch an den Weihnachtsmärkten oder besonderen Ereignissen angeschürt. Eine Besonderheit ist das Pflaster aus Muschelkalk im Flur und im Hinterhof. Angetan waren die Teilnehmer vom mittelalterlichen Gewölbekeller. Dieser könnte ein Bauteil der Burganlage und der Befestigungsmauer sein. Die Scheune beherbergt immer noch Schweinestallungen, im Obergeschoss sind landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge aus dem 18. Jahrhundert ausgestellt. Zudem wird das gesamte Anwesen als Aufbewahrungsort für Kohls Steine- und Fossiliensammlung genutzt. Hinterhof und Gebäude nutzt der Kulturkreis für die verschiedensten Veranstaltungen. Martin Kohl bedankte sich beim Amt für Ländliche Entwicklung für Zusammenarbeit und Beratungen.
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