Thurndorfer bemängeln Zuverlässigkeit
Zu wenig Winterdienst

"Ich kann nicht mehr, als immer wieder anschieben und nachzufragen. Momentan habe ich aber nicht das Gefühl, dass sich da in den nächsten ein bis zwei Monaten etwas tut." Zitat: Bürgermeister Jürgen Kürzinger
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Kirchenthumbach
03.12.2016
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Mit der Zuverlässigkeit des Winterdienstes sind die Thurndorfer unzufrieden. Bürgermeister und Bauhofleiter sehen das etwas "lockerer". Auch von Heinersreuther Seite gab es wenig Verständnis für die kritischen Worte aus Thurndorf.

Thurndorf. (dfr) Die Bürgerversammlungs-Tour durch das Gemeindegebiet ist geschafft. Zur letzten von drei Veranstaltungen lud Bürgermeister Jürgen Kürzinger die Einwohner aus Thurndorf und Heinersreuth in die Gaststätte Kummert ein.

Kritische Worte in Richtung Bauhof und Bürgermeister gab es vonseiten der Bürger zum Thema Winterdienst. "Mich würde mal interessieren, wie das mit dem Winterdienst geregelt ist, und wer entscheidet, wann geräumt und gestreut wird", fragte Tobias Müllner. Jörg Dollhopf vom Kirchenthumbacher Bauhof erklärte, dass dies in den Wintermonaten klar geregelt sei. "Seit 1. Dezember wird jede Nacht um 3 Uhr im gesamten Gemeindegebiet Kontrolle gefahren, ob geräumt und gestreut werden muss, und dann wird entschieden, ob wir ausrücken oder nicht", erklärte der Bauhofleiter.

Bürgermeister Kürzinger zeigte zwar Verständnis, trotzdem musste er daran erinnern, dass die Gemeinde keine Räum- und Streupflicht in den Siedlungsgassen hat. Herbert Ziegler aus Heinersreuth appellierte an die Thurndorfer, etwas mehr Eigeninitiative zu zeigen. "Bevor ich da groß herum telefoniere, um einen Verantwortlichen zu erreichen, räume ich lieber selber", meinte Ziegler. Georg Müllner aus Thurndorf hatte vorgeschlagen, eine Telefonbereitschaft im Bauhof in der Winterzeit einzurichten, wo Bürger anrufen können, wenn die Straßen glatt werden, oder es stark schneit.

Sand im Filter

Weitere Kritik kam aus Heinersreuth. Reinhold Stopfer wies darauf hin, dass er immer wieder Sand im Wassersystem hat. "Ich muss teilweise mehrmals im Monat meine Filter säubern, weil so viel Sand drin ist. Die Vorgängerregierung hat hier geschlampt, da die Leitungen nicht gespült wurden", monierte Stopfer. Bauhofleiter Jörg Dollhopf erklärte, dass das mit den großen Druckschwankungen zusammenhänge. "Wenn wir keinen dauerhaften konstanten Druck in den Leitungen haben, dann bilden sich Krusten und Ablagerungen in den Rohren. Sobald der Druck im System wieder steigt, werden diese Ablagerungen gelöst und kommen beim Endverbraucher an. Wir versuchen durch regelmäßiges Spülen der Leitungen, dies in den Griff zu bekommen", sagte Dollhopf.

Straße ist Rennstrecke

Besorgt wandte sich Christian Prosch an Bürgermeister Jürgen Kürzinger: "Die Straße zum Sportheim gleicht einer Rennstrecke. Wir Anwohner vom Birketweg müssen Angst um unsere Kinder haben, da die Autos teilweise mit mehr als 80 Kilometern pro Stunde durchfahren. Wäre es nicht möglich, hier eine 30er-Zone einzurichten?", fragte Prosch. Kürzinger versicherte dem besorgten Bürger, das Thema im Bauausschuss auf die Agenda zu bringen. Franz Eller erkundigte sich, wann die Gedenktafel für den Turmstumpf montiert und angebracht wird, da er Angst habe, "dass uns die Zuschüsse flöten gehen". "Das ist Aufgabe des Planers. Ich kann nicht mehr, als immer wieder anschieben und nachzufragen. Momentan habe ich aber nicht das Gefühl, dass sich da in den nächsten ein bis zwei Monaten etwas tut", informierte Kürzinger.

Auch berichtete das Gemeindeoberhaupt, dass die beidseitige Teilerschließung im Kapelläcker gemeindlichprivat demnächst angegangen wird.

Ich kann nicht mehr, als immer wieder anschieben und nachzufragen. Momentan habe ich aber nicht das Gefühl, dass sich da in den nächsten ein bis zwei Monaten etwas tut.Bürgermeister Jürgen Kürzinger
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