01.11.2017 - 20:00 Uhr
KönigsteinOberpfalz

14-Jährige schlüpfen in die Rollen von Martin Luther und Johann Tetzel Streitgespräche am Thesenweg

Stürmisch und kalt war es bei der Führung auf dem "Königsteiner Thesenweg" zum Reformationsjubiläum. Dennoch kamen mehr als 30 Interessierte.

Johann Tetzel (links) mit Martin Luther (Mitte) und Pfarrer Konrad Schornbaum an der zweiten Station des Königsteiner Thesenweges. Bild: wku
von Autor WKUProfil

Pfarrer Konrad Schornbaum bedauerte, dass nicht alle zehn Stationen besucht werden könnten. Einige Plakate waren während des nächtlichen Sturms verschwunden. Bei der Führung begleitete Johann Tetzel (Florian Rieger) und Dr. Martin Luther (Jannik Renner) die Gäste. Tetzel und Luther stellten ihre gegensätzlichen Positionen zu Ablassbriefen, Fegfeuer, Buße und Glauben dar. Die Texte hatten die beiden 14-Jährigen selbst verfasst.

Die erste Station zeigte eine Himmelstür, die sich nur durch den Kauf eines Ablassbriefs öffnen lässt, behauptete Tetzel. Der Ablass bezwecke nicht die Erlösung aus dem Fegefeuer, sondern solle Geld zum Bau der Peterskirche in Rom bringen, hielt Luther dagegen. Während er auf die Heilige Schrift als Maßstab pochte, verwies Tetzel auf die Vollmacht des Papstes. Zutritt zum Himmel verschaffe aus Luthers Sicht allein der Glaube an den Kreuzestod Christi. In vielen Streitgesprächen wurden die verschiedenen Glaubensaussagen der beiden Konfessionen deutlich.

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