90 Jahre Bergknappen Königstein
Neues Ehrenband ziert Fahne

Bürgermeister Winfried Franz, Bürgermeister Hans Koch, Ursula Späth, Erwin Blendinger und Vorsitzender Manfred Stollner (von links) bei der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft. Bilder: wku (2)
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Königstein
05.12.2016
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Rechtzeitig zum 90-jährigen Bestehen des Bergknappenvereins wurde das Totenehrenband fertig, das Pfarrer Konrad Schornbaum im Gottesdienst seiner Bestimmung übergab.

Die kirchliche Feier in der St.-Georgs-Kirche wurde von der Bergknappenkapelle aus Sulzbach-Rosenberg und vom evangelischen Kirchenchor umrahmt. "Unsere heutige Zeit braucht Traditionen, um Werte zu vermitteln, die im Leben Halt geben", erklärte Pfarrer Konrad Schornbaum. In seiner Predigt verglich er die Heilige Barbara mit den Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak, die wegen ihres Glaubens verfolgt wurden. Der Geistliche rief zur Glaubensstärke trotz aller Widerstände auf.

Tradition hat geprägt

Zur weltlichen Feier im Saal des Gasthofes zur Post waren viele Gäste gekommen. Vorsitzender Stollner begrüßte Landrat Richard Reisinger, Andreas Wilhelm, den Landesvorsitzenden der Bayerischen Bergmanns-, Knappen- und Hüttenmännischen Vereine, Bergwerksdirektor Eugen Kirschock sowie die Bürgermeister Hans Koch, Winfried Franz und Jugendbürgermeister Michael Pirner.

"Die Bergwerkstradition hat unseren Landkreis geprägt", bemerkte Landrat Richard Reisinger und übergab eine Spende. Vorsitzender Stollner bedankte sich bei der Marktgemeinde, die das Totenehrenband zum Jubiläum stiftete, und bat Bürgermeister Hans Koch, es feierlich am Fahnenmast zu befestigen. Koch hatte die 90 Jahre alte Satzung des Vereins studiert, in der als Vereinszweck stand, "den bergmännischen Geist zu hegen und zu pflegen". Er selbst könne sich noch als Kind an den Ockerabbau um Königstein erinnern.

Bürgermeister Winfried Franz aus Neukirchen erklärte, dass "Tradition gelebte Solidarität ist" und übergab eine Spende. Georg Rubenbauer vom Sulzbacher Bergknappenverein überreichte dem Vorsitzenden ein Bild vom Rosenberger Förderturm. Auch Hildegard Bär überbrachte die Glückwünsche des Trachtenvereins.

Dieser führte zusammen mit einigen Bergleuten den Bergmannstanz auf. Sehr ergreifend fanden es die Zuschauer, wie die Bergleute im dunklen Saal durch die angedeuteten Stollen, gebückt von der schweren Arbeit, mit ihren Grubenlampen einzogen. Manfred Stollner war es eine Ehre, drei Mitglieder zu Ehrenmitgliedern ernennen zu können: Georg Blendinger, Ursula Späth sowie Alfred Vogenauer, der sich entschuldigt hatte. Sie erhielten eine Ehrenurkunde. Mit dem Bergmannslied "Glück auf, Glück auf, der Steiger kommt" endete die stimmungsvolle Feier.
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