27.03.2018 - 20:00 Uhr
Königstein

Königsteiner Bauerntheater kehrt mit einem Klassiker zurück auf die Bühne Dressierte Männer

"Der bekehrte Hausdrach" war der erste Dreiakter, den das Königsteiner Bauerntheater vor 40 Jahren spielte. 2010 stand das Stück erneut auf dem Spielplan - und jetzt wieder. Ein Akteur macht dabei das Triple voll.

Wastl (Jürgen Renner), Hartl (Günter Seibold) und Bartl (Hans-Jürgen Pirner) trinken und sind lustig, wenn die Frau des Hauses nicht da ist.
von Autor WKUProfil

"Lieber im Wald bei der wilden Sau als daheim bei meiner bösen Frau", jammert Bartl Obermoser (Hans-Jürgen Pirner). Seine Frau (Angela Brunner) hält ihn unter dem Pantoffel. Vor ihr flüchtet er unter den Tisch, wenn sie ihn mit dem Teppichklopfer jagt. Er darf weder ins Wirtshaus gehen noch ein Bier trinken oder gar rauchen.

"Der bekehrte Hausdrach" ist für das Königsteiner Bauerntheater ein Klassiker. Leiter und Regisseur Günter Seibold freute sich über den voll besetzten Saal des Gasthofes Zur Post. "Zum 40-jährigen Bestehen spielen wir dieses Stück, das damals der erste Dreiakter des Bauerntheaters war", erklärte er. Vor acht Jahren wurde dieses Stück ebenfalls aufgeführt, wobei Günter Seibold die Rolle des Hartl in allen drei Aufführungen spielte.

"Dem Teufel seine Großmutter ist ein Waisenkindl gegen deine Frau!", sagt Wastl (Jürgen Renner) und bemitleidet seinen unterdrückten Freund Bartl. Noch dazu schwärmt sie immer von ihrem verflossenen Traummann Flori und bedauert zutiefst, ihn nicht geheiratet zu haben. Da kommt Wastl auf die Idee, einen Kriegskameraden als Flori auszugeben. Allerdings fliegt der Schwindel auf. Da lädt die Resl den Flori höchstpersönlich mit Familie zu sich ein. Doch für sie gibt es ein böses Erwachen: Der Flori (Christian Hirsch) wird von seiner Frau (Johanna Gebhard) noch schlimmer behandelt. Ja, Flori ist "dressiert wie ein Zirkusaff". Seine Frau jedoch bezeichnet ihn als "Musterehemann". Doch dann nimmt die das Ganze ein unerwartetes Ende.

Im Vorprogramm gab es eine Bierdimpfl-Unterhaltung der Jugendgruppe, bestehend aus Jannik Renner und Ben Luber, der auch mit seinem Akkordeon zünftig aufspielte. Da der dritte Stammtischbruder im Urlaub war, spielte ihn Günter Seibold kurzerhand selbst. Im Wirtshaus sangen alle drei: "Ich brauch kein Antibiotikum und kein Penicillin, ich friss a Kilo Schweiners, dou is schou alles drin!"

Karten gibt es noch für die Vorstellungen am Ostersonntag und Ostermontag, 1. und 2. April. Bestellungen können unter 09665/328 von 17 bis 21 Uhr erfolgen.

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