12.01.2017 - 02:00 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Künftiger Kultursaal könnte auch als Schießbahn genutzt werden Stadelreihe im Visier

"Diese Chance kommt nie wieder!", erklärte Bürgermeister Hans Koch den Tell-Schützen. Bei ihrer Jahreshauptversammlung zeigte er eine Perspektive für ein neues Vereinsheim.

von Autor WKUProfil

Die historische Stadelreihe im Oberen Markt soll saniert und umgebaut werden. Dabei ist geplant, einen Kultursaal zu errichten, der auch als Schießbahn genutzt werden kann. Das Kommunale Investitionsprogramm macht es mit 90 Prozent Förderung möglich.

Der erste Bauabschnitt, bei dem drei Stadel ausgebaut werden, kostet voraussichtlich 750 000 Euro, die mit 675 000 Euro bezuschusst werden. An der Außenansicht der Stadel ändere sich nichts, da sie unter Denkmalschutz stehen. Die Tore würden verglast, sagte Koch. Den Zugang bekämen sie an der Rückseite, die sich an den Parkplatz anschließt.

Im Dachgeschoss stünden den Vereinen Lagerräume zur Verfügung. "Diese müssten sie jedoch selber in Eigenregie schaffen", fügte der Bürgermeister an. Im ehemaligen Kliegelstadel sollen öffentliche Toiletten entstehen. Zur Beheizung wird die Stadelreihe an die Nahwärmeversorgung angeschlossen. Der zweite Bauabschnitt sehe einen Multifunktionsraum und ein Heim für die Bergwacht vor.

Einen Vorbehalt gibt es noch: Bürgermeister Koch erklärte, dass der Marktrat die Maßnahme noch beschließen muss. Auch von den Schützen benötige er noch die offizielle Zustimmung. Vorsitzender Christian Kopp versicherte, dass er baldmöglichst eine Ausschusssitzung einberufen wird. Fällt eine positive Entscheidung, würde die Marktgemeinde einen Vertrag mit der Schützengesellschaft abschließen.

Auf Kopps Frage nach den Betriebskosten erklärte der Bürgermeister, dass sich die Schützen ebenso wie der Trachtenverein mit einem Pauschalbetrag beteiligen müssten. Außerdem erwarte die Marktgemeinde eine Beteiligung an den Baukosten. Koch hoffte, den Förderbescheid bald zu erhalten, so dass der Marktrat darüber beschließen könne. Stimmt das Gremium zu, rechnete Koch bis Herbst mit einer Baugenehmigung. Der Baubeginn wäre dann 2018.

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