02.04.2018 - 20:00 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Marktplatz der Generationen in den Gemeinden Hirschbach und Königstein Kräfte bündeln statt konkurrieren

Hirschbach und Königstein sind zwei von 30 bayerischen Gemeinden auf dem "Marktplatz der Generationen". Das Ministerium für Arbeit und Soziales hat die Teilnehmer dieses Programms im Sommer 2017 aus einer Vielzahl von Bewerbern ausgewählt. Jetzt setzen sie mit der Unterstützung des Beraters Klaus Zeitler eine erste gemeinsame Idee um.

Kräfte bündeln, statt sich Konkurrenz zu machen, wollen die Vertreterinnen der Gruppen, die in Königstein und Hirschbach Seniorenarbeit leisten. Unterstützung signalisieren (hinten von links) 1. Bürgermeister Hans Koch (Königstein), 1. Bürgermeister Hans Durst (Hirschbach), 2. Bürgermeister Klaus Hafner (Königstein) und Projektbetreuer Klaus Zeitler. Bild: exb
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Königstein/Hirschbach. "Mehr Kooperation und bessere Vernetzung" war das Motto einer ersten Arbeitskreisrunde mit Vertreterinnen der Seniorenarbeit aus beiden Gemeinden. Es galt dabei, über die Arbeit der einzelnen Gruppen hinaus gemeinsame Angebote auf den Weg zu bringen.

"Das spart Zeit und macht die Seniorenarbeit insgesamt interessanter, weil nicht jeder dasselbe macht", merkte Petra Grembler, Mitglied im Vorstandsteam des Katholischen Frauenbundes Königstein, an. "So können wir dann auch mal andere Gemeindebürger, die sonst vielleicht nicht in die Veranstaltungen der Seniorengruppen gehen, motivieren, zu uns zu kommen."

Eine erste gemeinsame Veranstaltung aller Seniorengruppen in den beiden Gemeinden steht am Freitag, 13. April, um 19 Uhr im evangelischen Gemeindehaus in Königstein auf dem Programm. Aufgeworfen hatte die Idee Gunda Pirner vom Evangelischen Frauenkreis Königstein. First Responder und Ersthelfer sind seit einiger Zeit auch in den beiden Gemeinden unterwegs. Viele Bürger wissen noch nicht recht, was das ist und welche Arbeit die Freiwilligen machen. "Insbesondere die Älteren können mit den Begriffen noch wenig anfangen, fragen aber häufig bei uns in den Gruppen nach, was das ist und welche Leistungen die Einrichtungen übernehmen", war dann auch das Credo der Gruppenleiterinnen.

Den eigentlichen Anlass für das Treffen im Marktplatz-der.Generationen-Arbeitskreis bildete dann allerdings die Stärken- und Schwächen-Analyse in den Handlungsfeldern Wohnen, Versorgung im Alltag, Pflege und Gesundheit, Dienstleistungen für Senioren und Mobilität. Es wurde deutlich, dass die Probleme und Aufgaben in beiden Gemeinden ähnlich sind. Deshalb sollten keine Kräfte verschwendet werden, indem man sich gegenseitig Konkurrenz macht.

Im Nachgang zum 13. April will sich der Arbeitskreis wieder treffen, eine erste Bilanz ziehen und noch eine gemeinsame Veranstaltung vor der Sommerpause auf den Weg bringen. "Wir würden uns wünschen, dass wir trotz der Vorbehalte, auch in der jeweils anderen Gemeinde Veranstaltungen zu besuchen, viele Menschen motivieren könnten, am 13. April zu kommen", fasst Zeitler zusammen. "Der demografische Wandel wird uns vor gänzlich neue Aufgaben stellen, und da sollten wir uns von ein paar Kilometern Distanz nicht abhalten lassen, Angebote wahrzunehmen und engagierte Initiativen zu unterstützen."

Für alle, die nicht selbst zur Veranstaltung kommen können, steht der VG-Bus zur Verfügung. Wer mitfahren möchte, kann sich an die Leiterinnen der Seniorengruppen in den beiden Gemeinden oder direkt an Karin Hiltel in der Verwaltung (09665/91 31 22) wenden.

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