31.10.2017 - 15:18 Uhr
KönigsteinOberpfalz

Projekt zum Reformationstag in Königstein Ein Weg aus lauter Thesen

Stürmisch und kalt war es bei der Führung zum "Königsteiner Thesenweg“ zum Reformationsjubiläum. Dennoch kamen über 30 Interessierte. Pfarrer Konrad Schornbaum kündigte an, dass nicht alle zehn Stationen besucht werden könnten, da einige Plakate durch den nächtlichen Sturm verschwunden seien. Bei der Führung begleitete Johann Tetzel (Florian Rieger) und Martin Luther (Jannik Renner) die Gäste.

Tetzel (Florian Rieger, links) mit Martin Luther (Mitte) und Pfarrer Konrad Schornbaum (rechts) bei der zweiten Station des Königsteiner Thesenweges.
von Autor WKUProfil

Tetzel und Luther stellten ihre gegensätzlichen Positionen zu Ablassbriefen, Fegfeuer, Buße und Glauben dar. Die erste Station zeigte eine Himmelstür, die, so Tetzel, nur durch den Kauf eines Ablassbriefes betreten werden durfte. Dieser bezwecke nicht die Erlösung aus dem Fegefeuer, sondern um Geld in die päpstlichen Kassen zum Bau der Peterskirche in Rom zu bekommen, behauptete Luther. Während er auf die Heilige Schrift als Maßstab pochte, verwies Tetzel auf die Vollmacht des Papstes. Der Zutritt zum Himmel ist für Luther allein der Glaube an den Kreuzestod Christi. In vielen Streitgesprächen wurde die verschiedenen Glaubensaussagen der beiden Konfessionen deutlich. Ganz erstaunlich war, dass die beiden 14 jährigen die Texte selbst verfasst hatten. Danach gab es Kaffee und Kuchen im evangelischen Gemeindehaus.

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