12.02.2018 - 13:40 Uhr
Kohlberg

Echte Party-Routiniers Quirliger Seniorenfasching in der Turnhalle

Zu alt zum Feiern? Niemals. Und jetzt ein für allemal: Ein Seniorenfasching ist kein Greisentreffen. Wer's nicht glaubt, kommt nach Kohlberg in die volle Turnhalle.

Auch eine Schubkarre leistet im Fasching gute Dienste. Die Senioren zeigen beim Feiern keine Konditionsschwächen. Bild: jml
von Autor JMLProfil

, "Einen Charleston hätten wir jetzt noch gemocht nach dem Twist! Denn wenn wir schon schwitzen, dann gleich g'scheit", meinte eine Tänzerin im besten Alter bei der Rückkehr zum Platz. Da können sich jüngere Semester eine Scheibe abschneiden, wenn die Generation 50-Plus eine flotte Sohle aufs Parkett legt. Wehe dem, der dazu: "Schrott wird flott", lästert. Es herrschte bis zum Abend prächtigste Stimmung. Den Seniorenfasching gestalten Frauenbund und -kreis seit vier Jahren zusammen mit der SV-Gymnastikabteilung. Chefmoderator Stefan Gebhard und Gardetrainerin Susanne Welzl hatten ein buntes Programm zusammengestellt.

Die Turnhalle war voll mit Gästen, auch aus Weiherhammer und Etzenricht sowie vom Frauenkreis aus Thansüß, Kaltenbrunn und Freihung. Sogar zwei Paare, die gerade ihre goldene Hochzeit feierten, waren beim "Einmarsch der Hochzeitsgesellschaft" fröhlich dabei.

Alleinunterhalter "Harmonika-Franz" traf mit seinem Mix aus modernen Titeln wie dem Fliegermarsch sowie Oldies bestens den Geschmack der zahlreichen Gäste. Bei der "Polonaise aus Blankenese" gab es keinen Platz mehr zum Umfallen auf der Tanzfläche.

Mini-, Kinder- und Jugendgarde zeigten ihr Können, Kinderprinz Lukas I. und seine Johanna I. beweisen, dass sie ihr Metier gut beherrschen. Die gut sortierte Kuchentheke ließ keine Wünsche offen, das Serviceteam des Sportvereins kümmerte sich eifrig um alle Gäste. Die Leiterinnen der BRK-Seniorenclubs aus Weiherhammer und Kohlberg eröffneten mit einem donnernden Helau die Sause.

Viele Lacher erntete der Sketch von Christine und Richard Heinrichsberger über die Schlemm, von der Kohlberg nur ein Ortsteil sei. "Ja früher, als man da noch nackt baden durfte, kamen im Sommer eine Menge Männer um Vögel zu beobachten. Und als dann noch ein Hexenhäusl aufgemacht hat, da war erst was los", zog sie vom Leder.

Deftiges boten auch die drei Dorfratschen Grete Mark-Blödt, Johanna Fischer und Gabi Gäbelein. Sie nahmen mit Texten von Carmen Prechtl den "Ewigkeitsbau Pfarrrangen-Treppe" aufs Korn. Auch dass die Feuerwehr jetzt einen Monstertruck bestellt hat, für den das Feuerwehrhaus zu klein ist und man in Kohlberg dringend ein paar "Engelbrüder" bräuchte. Die könnten dann auch so ein blau leuchtendes Schiff in den Ort stellen wie in Weiherhammer - und sei es auch nur aus Wellpappe.

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