12.10.2017 - 20:10 Uhr
KohlbergOberpfalz

Dorferneuerung in Kohlberg, teil zwei Lieber keine Blumenbeete

Die Genehmigung der Niederschrift der letzten Marktratssitzung ist als erster Tagesordnungspunkt üblicherweise schnell abgehakt. Diesesmal nicht. Der Grund war in Kohlberg ein neugestaltetes Formular.

Die trompetenförmige Einmündung der Artesgrüner in die Weidener Straße soll beim nächsten Abschnitt der Dorferneuerung umgestaltet werden. Nach den bisherigen Planungen wird sie deutlich enger, die Regenrinne kommt weg. In der Marktratssitzung kam der Vorschlag zu einer Art Kreisverkehr. Laut Bürgermeister Rudolf Götz wird es dazu noch etliche Beratungen im Gemeinderat und im Dorferneuerungsausschuss geben. Bild: jml
von Autor JMLProfil

Reinhard Ponitz formulierte seine Ansicht diplomatisch: "Die neue Form der Niederschrift der vorangegangenen Sitzung ist gewöhnungsbedürftig." Auslöser der Kritik war, dass den Räten bei etlichen Tagesordnungspunkten die Verläufe und Ergebnisse der Diskussionen im Bericht fehlten. Martina Auer-Bertelshofer meinte: "Ich finde, dass man sich schwertut, wenn man später die Beschlüsse noch mal nachlesen will." Bürgermeister Rudolf Götz entschied: "Wir bauen die bemängelten Punkte in den Bericht ein und genehmigen die Niederschrift dann halt das nächste Mal."

Neues im Ortskern

Schnell einverstanden waren alle Räte hingegen mit den beiden Bauanträgen: Nico Heldmann will das Wohnhaus am Marktplatz umbauen und auf dem Nebengebäude eine Dachterrasse errichten. Götz: "Ich bin froh, wenn junge Leute wieder zurückkommen und sich im Ortskern ansiedeln."

Klaus Grünbauer darf auf seinem Hof eine Lagerhalle für Geräte und ein Fahrsilo errichten. Allerdings mit der Auflage, dass er die Ableitung von Niederschlagswasser über Sickergruben klären muss. Die von Architekt Emil Lehner gewünschte Fortführung des Ortsbildes vom oberen in den unteren Markt beim nächsten Bauabschnitt der Dorferneuerung ist noch fraglich. Der Bürgermeister stößt mit der Forderung nach Blumenbeeten an den Hausfronten auf Ablehnung. Allerdings habe es vor Jahren auch am oberen Markt erhebliche Widerstände gegeben. "Jetzt machen doch die meisten Anlieger dort gerne mit."

Zur Wasserabnahme aus dem Netz der Steinwaldgruppe informierte Götz, dass man heuer noch etwas über 14 000 Kubikmeter beziehen müsse, aber damit gut im Zeitplan liege. Die Geschwindigkeitsmessung am südlichen Ortseingang ergab eine stattliche Zahl von Tempoüberschreitungen zwischen 60 und mehr als 100 Stundenkilometern. Neuerdings wird in Hannersgrün gemessen. Gerd Hiltl ist der Meinung, dass dieses Gerät die Fahrzeuge dort mehrfach erfasst. Eine Standortverlagerung könne dem abhelfen.

Wieder mäandern

Die Gespräche des Bürgermeisters mit Entscheidern im Wasserwirtschaftsamt zur Renaturierung des Eichelbachs verliefen erfreulich. Götz sei ein Zuschuss bis zu 75 Prozent signalisiert worden. Eine weitere Förderung könnte über die Dorferneuerung möglich werden, jedoch sei, so Götz, sei eine Doppelbezuschussung eventuell nicht machbar.

Auch Zuwendungen zu Grundstückskäufen seien noch ungeklärt. Der Bach könne nach dem Umbau ab der Brücke am Sportplatz bis zum Oberlauf des Kleingewässers dann wieder naturnah seinen Weg nehmen. Demnächst werden vom LBV dafür weitere Planungsunterlagen geliefert, anschließend sind Diskussionsrunden mit den Grundstücksanliegern vorgesehen.

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