Hundehäufchen Thema im Kohlberger Marktrat
Tretminen richtig entsorgen

Politik
Kohlberg
19.03.2018
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Am Beginn der Marktratssitzung stehen erst mal Bauwünsche, aber dann geht es durch einen ganzen Themenfundus. Und am Ende kommt auch noch eine "anrüchige Sache" zur Sprache.

Es ging um die Hinterlassenschaften von Hunden. Die Kommune hat erst vor kurzem Behälter mit Tüten sowie Abfalltonnen an den beliebten Spazierwegen aufgestellt. Nur sind sich scheinbar manche Hundehalter zu fein, die "Tretminen" ihrer Vierbeiner einzusammeln und umweltgerecht zu entsorgen. Blaue Tonnen für Altpapier, nur weil diese gerade am Weg stehen, sind sicher keine "kreative Lösung", merkte der Rathauschef kritisch an.

Der Antrag von Klaus Grünbauer aus Artesgrün auf Geländeauffüllung eines Grundstücks wurde vom Marktrat befürwortet, jedoch mit der Vorgabe, dass dort zuerst der Straßenzustand zu begutachten ist, um eventuell später auftretende Schäden dokumentieren zu können. Auch dem Bauantrag von Sandra Rösch auf einen Anbau an ihr Wohnhaus wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt. Die Begründung für das Vorhaben seiner Tochter lieferte Bürgermeister Götz schmunzelnd dazu: "Man sieht halt, dass die Familienplanung manchmal anders läuft, als gedacht." Zur Änderung der Geschäftsordnung mit Entscheidungsmöglichkeiten des örtlichen Bürgermeisters lag den Räten ein Schreiben der Geschäftsstelle mit reichlich unklaren Formulierungen vor. "Das ist Juristendeutsch und muss uns erst mal erklärt werden", war die Meinung einiger Räte.

Für das Projekt Fifty-Fifty-Taxi des Kreisjugendrings gab der Marktrat wieder 200 Euro frei. Die Ticketkäufe stiegen in den letzten Jahren an. Um die hohen Kosten der Kommune in den nächsten Jahren zu minimieren, fragte Adrian Blödt nach Geld aus dem Topf Stabilisierungshilfen an, denn: "Die Einnahmen im Verwaltungshaushalt müssten sich ja sonst verdreifachen." Laut Bürgermeister Ludwig Biller aus Weiherhammer wird dort umgehend mit dem Neubau eines Betriebshofes begonnen, auch wenn die angestrebte Fusion des Bauhofs mit dem von Kohlberg noch nicht vollzogen ist.

Beide Kommunen streben eine "sanfte" Zusammenführung an, mit der Zug um Zug einzelne Aufgaben in die gemeinsame Trägerschaft integriert werden. Die Anfrage einer Markträtin nach Ausbildungsstellen im Bauhof musste Kämmerer Christian Wirth verneinen. Die Vorgaben dafür seien zu kompliziert. Lehrverträge für Angestellte in der Verwaltung seien möglich.

Die Straße nach Luhe-Wildenau wird baldmöglichst saniert, eine Bezuschussung wurde in Aussicht gestellt, die Höhe steht noch nicht fest. Die Planung der Kanalsanierung in der Artesgrüner Straße läuft bereits. Walter Fischer monierte die erneut auftretenden Zerfallserscheinungen der Pflastersteine an der katholischen Kirche. Es sei "nicht normal, wie schnell die zerbröseln". Dazu Bürgermeister Götz: "Der Hersteller wird sie uns wohl nicht mehr kostenlos auswechseln."

Die jährlichen Kosten für die weitgehend leerstehende Schule brachte Hermann Prechtl auf den Tisch. "Wir sollten da wenigstens die Heizung auf Vordermann bringen", so sein Wunsch. Darüber wurde diskutiert, aber ohne Aussicht auf baldigen Erfolg. Der Bürgermeister: "Wir können das Gebäude nicht wegreißen, weil das Feuerwehrhaus dranhängt. Eine Lösung würde uns mindestens 1,5 Millionen Euro kosten".

Martina Auer-Bertelshofer reklamierte, dass Grundstückseigentümer Gegenstände nicht wegräumen, die beim Sperrmülltermin zurückgelassen wurden. Das ist auch für Götz nicht tragbar. Zur Frage von Walter Fischer informierte er, dass ältere Straßenschilder und Verkehrszeichen zurzeit ausgetauscht werden.
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