18.03.2018 - 20:00 Uhr
Kohlberg

Kämmerer Christian Wirth stellt Kohlberger Markträten umfangreiches Zahlenmaterial vor Haushalt ohne neue Kredite

In der Marktratssitzung ging es auch um den kommunalen Haushalt. Kämmerer Christian Wirth von der Verwaltungsgemeinschaft Weiherhammer (VG) hatte umfangreiches Zahlenmaterial vorbereitet. Die Räte genehmigten nach lebhaften Diskussionen bei verschiedenen Posten den Stellenplan, den Haushaltsplan für 2018 sowie das Finanz- und Investitionsprogramm von 2017 bis 2021.

von Autor JMLProfil

Laut Wirth beträgt die Einwohnerzahl 1211 Personen, davon sind 627 Männer und 584 Frauen. Die Steuerkraft pro Person beträgt im Schnitt knapp 440 Euro. Die Grundsteuer A und B plus der Gewerbesteuersatz verbleiben in 2018 bei 350 Prozent.

Der Plan für 2018 weist im Verwaltungshaushalt etwas über zwei Millionen aus, der Vermögenshaushalt knapp 1,8 Millionen, was zum Gesamtvolumen von 3,8 Millionen Euro führt. Gegenüber dem Vorjahr ist das eine Erhöhung von 0,9 Prozent. Der Schuldenstand lag Anfang dieses Jahres bei 1,16 Millionen Euro und war damit 17 Prozent geringer als vorher. Er soll bis 2019 auf 1,05 Millionen Euro sinken. Pro Kopf stehen die Kohlberger jetzt mit knapp 880 Euro in der Kreide. Der Landesdurchschnitt liegt bei knapp 600 Euro pro Einwohner. Sogenannte "versteckte Kredite" außerhalb des kommunalen Haushalts bestehen nicht.

Die dicksten Brocken der Einnahmen sind laut dem Kämmerer die Schlüsselzuweisung mit über 600 000 Euro und die Einkommensteuerbeteiligung von knapp 530 000 Euro. Auf der Ausgabenseite schlägt 2018 die Kreisumlage mit etwa 400 000 und die VG-Umlage mit 180 000 Euro zu Buche. An Kredittilgung sind 113 000 Euro vorgesehen. Für Anschaffungen und Investitionen wurden geplant: beim neuen Löschgruppenfahrzeug 295 000 auf der Ausgaben- und 85 000 Euro auf der Einnahmenseite. Der Anbau der Kinderkrippe wurde mit 703 000 Ausgaben zu knapp 450 000 Euro Einnahmen (darunter Zuschüsse) bilanziert.

Neben der Kanalsanierung, die mit 180 000 Euro veranschlagt ist, müssen noch eine ganze Reihe Straßen erneuert werden. Der Breitbandausbau kostet 50 000 Euro. Zudem sind Gelder für die Dorferneuerung erforderlich und es sollen Grundstücke im Wert von 155 000 Euro erworben werden. Dem stehen jedoch auch Verkäufe mit knapp 120 000 Euro gegenüber. Durch die Kostenblöcke ist laut dem Kämmerer eine Geldentnahme von 457 500 Euro aus der allgemeinen Rücklage unumgänglich, da 2018 keine Kreditaufnahme erfolgen soll.

Die Planung für die weiteren Jahre sieht Gelder für zwei Brückensanierungen vor, 480 000 Euro für Straßenerneuerung und 430 000 Euro für Kanalsanierung bei der Dorferneuerung. 125 000 Euro fließen in die Wasserversorgung, und für 225 000 Euro ist ein kleines Gewerbegebiet in der Vorbereitung. Auf dem Papier müsste sich die Kommune bis 2021 dann mit knapp 900 000 Euro neu verschulden. Aber Wirth wies zum Ende seiner Ausführungen deutlich darauf hin, dass diese mehrere Jahre übergreifenden Planungen als Ermächtigung, aber nicht als Ausgabeverpflichtung zu sehen sind.

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