15.10.2017 - 20:00 Uhr
KohlbergOberpfalz

Markträte wehren sich gegen Vorwürfe eines Leserbrief-Schreibers Verärgerung über Beer-Walbrunn-Debatte

Sauer aufgestoßen ist einigen Markträten der Leserbrief eines Vereinsvertreters wegen des Erhalts und der weiteren Verwendung des alten Bowel-Hauses in der Weidener Straße. Der Komponist und Musikprofessor Anton Beer-Walbrunn wurde 1864 dort geboren.

von Autor JMLProfil

Dass die negativen Entwicklungen der letzten Jahre im Ort den Markträten anzulasten seien, wolle man so nicht auf sich sitzen lassen, hieß es in der vergangenen Sitzung. Auch die Kritik am Architekten für die Dorferneuerung sei unangebracht. Dieser "Rundumschlag" des Schreibers treffe die Falschen, weil sich das Gebäude in Privatbesitz befinde, und die Kommune kaum Einfluss auf Eigentümerentscheidungen habe. Es sei auch nicht gemeindliche Aufgabe, irgendwelche Expertisen für das Anwesen zu erstellen oder Verwendungspläne zu erarbeiten. Dazu Reinhard Ponitz: "Leserbriefe geben auch nicht die Meinung der Zeitung wieder." Der Bürgermeister warb dafür, die Veranstaltungen der Beer-Walbrunn-Tage am 4. und 5. November zu besuchen.

Anrüchiges Problem sind die Hinterlassenschaften der Vierbeiner an verschiedenen Plätzen. Abhilfe erhofft sich Marktrat Martina Auer-Bertelshofer von Tütchenspendern an den "Rennstrecken". Dafür soll nun ein Testlauf starten. Bürgermeister Rudolf Götz appellierte an die Vernunft der Hundehalter. Etwas in Schieflage geraten ist das Ortsschild an der Weidener Straße. "Auch die Hinweise mit den Gottesdienstzeiten an den Ortseingängen sind kaum lesbar und stimmen wohl lange schon nicht mehr", bemängelte Adrian Blödt. Hermann Prechtl regte an, die Straßenschäden in der alten Hirschauer Straße zu beheben, ehe sie noch größer werden. Auch sollten die Oberflurhydranten überprüft, wo nötig repariert und vor dem Feuerwehrfest neu gestrichen werden.

Auer-Bertelshofer hakte nach, ob denn nicht doch die Ergebnisse der Marktratssitzungen auf der Kohlberg-Homepage veröffentlicht werden können. Ihren Vorschlag aus der vergangenen Sitzung, etliche Personen in das Goldene Buch eintragen zu lassen, ergänzte sie damit, dass dies in der letzten Sitzung des Jahres geschehen könnte, was allgemeine Zustimmung fand.

Die Schäden bei der Leitungsverlegung für das schnelle Internet sind laut Bürgermeister weitgehend behoben, die Technik bereits freigeschaltet. Sie müsse einzeln beantragt werden. Gestört fühlten sich Anwohner in den letzten Wochen durch die vielen Maisernte-Fahrten. An manchen Stellen verloren die Fahrzeuge Ladung. Zweiter Bürgermeister Gerhard List machte den Vorschlag, dass die wenigen Landwirte der Erntefuhren die benutzten Wege durch eigene Kehrmaschinen reinigten. Götz berichtete, dass beim Tiefbrunnen wohl auch durch Erntefahrzeuge zwei Verkehrsschilder niedergewalzt wurden.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp