Marktrat Kohlberg diskutiert jede Menge Themen
Neue Halle, altes Schloss

Der Platz ist da, es fehlt nur noch die neue Lagerhalle der Baufirma Heindl. Der Marktrat gibt für den Bau grünes Licht, aber einige Fragen der Fachbehörden müssen noch geklärt werden. Bild: jml
Politik
Kohlberg
14.09.2017
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Der Verein "Kulturerbe Bayern" stellt eventuell Mittel für den Wiederaufbau des Röthenbacher Schlosses bereit. Gespräche mit dem Besitzer Raymond Grassick habe es gegeben. Das ist eine von vielen Neuigkeiten, die der stellvertretende Bürgermeister im Marktrat verkündet.

Gerhard List vertrat den kranken Amtsinhaber Rudolf Götz. Sechs Zuhörer verfolgten die Debatten, die sich unter anderem um zwei Bauanträge drehten.

Das alteingesessene Bauunternehmen Heindl aus Hannersgrün will eine Lagerhalle neben dem Gebrauchtwagen-Handel an der Staatsstraße 2238 errichten. Dem Bau des 900 Quadratmeter großen Gebäudes stimmte der Marktrat zu, sobald alle Fragen mit den Fachbehörden geklärt seien.

Bauplätze verkauft

Herausforderungen sind die Entsorgung des Niederschlags- und Schmutzwassers sowie die Bereitstellung von genügend Löschwasser im Brandfall. Zu prüfen ist auch der Abstand zur Gasleitung. Dennis Watzka will Im Meister ein Flachdach-Haus mit zwei Wohneinheiten bauen. Zwei Einfahrten sind angedacht: von der Weidener Straße her und vom Rotkehlchenweg. Die Räte stimmten unter der Voraussetzung zu, dass der Bauherr die Kosten übernimmt und die Zufahrten durch eine von der Kommune beauftragte Fachfirma erstellt werden. List informierte, dass zwei weitere Bauplätze in der neuen Siedlung verkauft seien. Positiv fiel die Stellungnahme für den Markt Wernberg-Köblitz zum Bau von drei Windrädern bei Glaubendorf aus. "Man wird die zwar von uns aus sehen, aber bei gut acht Kilometer Entfernung ist keine Grenzwertüberschreitung bei den Emissionen zu erwarten", sagte List. Für die von Freihung geplante Photovoltaik-Freiflächenanlage entlang der Bahnlinie südlich von Thansüß gab Kohlberg ebenfalls grünes Licht.

Die vom Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald angestrebte Erhöhung des Mitgliedsbeitrags von 11 Cent pro Einwohner jährlich auf 13 billigte das Gremium. Bei den Bekanntgaben informierte List, dass die Telekom eine neue Anlage im Funktionsgebäude am katholischen Friedhof installiert habe. Die Telefon- und Internetqualität werde dadurch verbessert. Außerdem habe die Kommune zwei Pachtverträge abgeschlossen: für ein Grundstück in Kohlberg und einen Weiher in Artesgrün.

Maroder Asphalt

Die Geschwindigkeitsmessung in Röthenbach enttarnte laut List "Ausreißer". Schmunzelnd meinte er: "Auch die Züge wurden stündlich mit 105 Sachen erfasst." Zurzeit steht das Gerät beim alten Feuerwehrhaus. Weil einige Räte den Standort der neuen E-Bike-Ladestation für zu versteckt halten, diskutierte das Gremium andere Orte. Gerd Hiltl verwies auf eine Gefahr auf dem Radweg in Hannersgrün. "Da kommt nach der geteerten Strecke grober Schotter. Das kann zu Unfällen führen." Feinerer Split oder Abfräsen wären Lösungen.

Die Asphaltdecke der Gemeindeverbindungsstraße nach Luhe-Wildenau ist laut Gutachten in einem so schlechten Zustand, dass die Strecke komplett erneuert werden sollte. Für die ebenfalls kaputte Kohlberger Waldstraße wird die Aufnahme in das Dorferneuerungsprogramm erwogen. Adrian Blödt forderte erneut eine Straßenzustands-Statistik. Auch eine Gemeindebegehung durch den Marktrat wurde andiskutiert.

AngesprochenBei den Grüngut-Containern in der Flurstraße müssen die Bäume zurückgeschnitten werden, weil sonst die Behälter nicht mehr entleert werden können.

Marktrat Lothar Pöll merkte zu den Halteverbotsschildern in der Flurstraße an: "Die sind in Fahrtrichtung gedreht und damit für die Fahrzeuglenker nicht sichtbar."

Keinen Fortschritt gibt es bisher beim Verkauf eines Grundstücks in der Nähe der Zimmerei Blödt. Der Interessent überlege nun, sich anderweitig zu engagieren.

Martina Auer-Bertelshofer brachte die Idee eines Mitfahrbankerls ein. "Wer sich da hinsetzt, möchte nach Etzenricht, Weiden oder Weiherhammer mitgenommen werden." Gerade Bank- und Arztbesuche im Nachbarort seien für nicht-motorisierte Einwohner ein Problem. "Ein Bankerl wäre eine kostengünstige Lösung."

Die Firma Blödt hat die steinerne Tischtennisplatte von der ehemaligen Schule zum SV-Sportheim versetzt. Sie muss etwas zur Seite gerückt werden, um gut darauf spielen zu können.

Da Doris Grünbauer aus Artesgrün den Titel "Bayerische Honigprinzessin" trägt, will Jugendbeauftragte Uschi Fischer sie und weitere ausgezeichnete Jugendliche im Goldenen Buch der Marktgemeinde verewigt sehen. (jml)
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