22.02.2018 - 20:00 Uhr
Kohlberg

Neue Regelung in der Kohlberger Flustraße Ans Halteverbot gewöhnen

Für alle Zuhörer: Interessante Themen kommen oft erst zum Ende einer Marktratssitzung auf den Tisch. So hat es vor kurzem bei einer Beerdigungsfeier Ärger gegeben, da Autofahrer das absolute Halteverbot an Werktagen in dem kurzen Teilstück der Flurstraße hin zur katholischen Kirche nicht beachteten.

An Werktagen besteht im kurzen Teilstück der Flurstraße ab der Hirschauer Straße in Richtung Weißer Weg absolutes Halteverbot auf der rechten Seite. Der Linienbus braucht Platz fürs Wenden. Kurz vor der Einmündung der Flur- in die Weidener Straße sind rechtsseitig Parkverbotsschilder montiert. Bild: jml
von Autor JMLProfil

Der Linienbus brauchte jedoch die gesamte Fläche, um seine Wendeschleife fahren zu können. Bürgermeister Rudolf Götz: "Die Menschen müssen sich daran gewöhnen, auch wenn die Beschilderung neu ist. Und der Samstag gehört nun mal zu den Werktagen, an denen das Parken da untersagt ist." Nur - das erste Schild ist für die von Süden kommenden Autolenker nicht sichtbar.

Weniger Ärgerpotenzial hatten die Räte bei zwei Bauanträgen. Ihnen wurde entsprochen, auch wenn darin Abweichungen vom Bebauungsplan gewünscht werden, was Diskussionen auslöste. So dürfen Vitali Reich und Marianne Pallag im Amselweg ein Einfamilienhaus mit Garage errichten. Das Haus erhält ein Walmdach, die neun Meter lange Garage ein Flachdach.

Bebauungsplan anpassen

Philipp und Judith Klemm planen an ihrem Haus im Birkenweg den Ausbau des Spitzbodens und eine Dachgaube. Laut Adrian Blödt wird dadurch die in der Siedlung vorgegebene Geschosszahl nicht erhöht. Auch könne die örtliche Feuerwehr über ein an der Ostseite vorhandenes Fenster mit Leitern gefährdete Personen erreichen. Er habe die offenen Fragen bereits im Landratsamt besprochen. Blödt und Martina Auer-Bertelshofer sprachen sich dafür aus, lieber die örtlichen Bebauungspläne den geänderten Wünschen der Bauwilligen anzupassen, als bei Planvorlagen immer wieder Abweichungswünschen zuzustimmen. Alternativ könnte der Bürgermeister im Eilverfahren geringfügige Änderungen von sich aus genehmigen und diese anschließend den Räten vortragen. Dies würde das Plangenehmigungsverfahren deutlich verkürzen und sei in anderen Kommunen erprobt. Bei den Tagesordnungspunkten "Bekanntgaben" und "Verschiedenes" geht es meist querbeet durch viele Themen. Da liegt dem Gremium etwa vom Amt für ländliche Entwicklung die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn für den nächsten Abschnitt vor.

Kindergarten zu klein

Dann informierte der Bürgermeister die Räte und zwei Zuhörer, dass der Wasseraustritt auf dem Geiselbergweg aus einem Privatgrundstück kommt. Der Eigentümer müsse für Abhilfe sorgen. Das Parkplatzproblem beim Feuerwehrhaus im Asternweg haben die Mitglieder des Bauausschusses in Augenschein genommen und Vorschläge erarbeitet. Zwischen dem Gerätehaus und dem Kindergarten soll ein Schotterweg hinauf zum geteerten Platz hinter dem ehemaligen Schulhaus neue Parkmöglichkeiten eröffnen.

Wegen der vielen Anmeldungen reicht der Platz im Kindergarten nicht mehr aus. Ob die in der Nähe liegenden freien Schulräume mit genutzt werden könnten, wird derzeit geprüft. Walter Fischer wollte wissen, wie nun mit den nassen Stellen beim Kinderspielplatz Im Meister verfahren werde. Götz sagt dazu: "Durch die Baumaßnahmen haben sich die unterirdischen Wasserflüsse verändert. Wir werden da Erde aufschütten müssen. Auer-Bertelshofer brachte die Idee eines Wasserspielplatzes ins Gespräch.

Laut Blödt ist am Ende der Lindenstraße ein Ablaufschacht ausgespült, dieser ausgebessert werden. Reinhard Ponitz brachte die "Strabs", kurz für die Straßenausbaubeitragssatzung, auf den Tisch. Laut Bürgermeister Götz gebe es keine aktuellen Bescheide, und frühere seien bereits so lange schon erteilt worden, dass sie nicht mehr angefochten werden könnten, bevor eine neue gesetzliche Regelung beschlossen wird.

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