18.01.2018 - 20:00 Uhr
KohlbergOberpfalz

Auch Kohlberg will punktuelle Zusammenarbeit mit Weiherhammer Nur Etzenricht fehlt noch

Obwohl die Agenda der Marktratssitzung lang war, wird das Sitzfleisch der fünf Zuhörer nicht über Gebühr strapaziert. Unter Leitung von Bürgermeister Rudolf Götz werden die Themen flott ausdiskutiert. Im Mittelpunkt steht die punktuelle Zusammenarbeit mit der Gemeinde Weiherhammer.

von Autor JMLProfil

Die Kooperation in der Verwaltungsgemeinschaft (VG) soll Personal und Kosten sparen. "Daher ist der Grundsatzbeschluss zur Zusammenlegung des Bauhofes mit dem von Weiherhammer wirtschaftlich und organisatorisch sinnvoll", wie der Bürgermeister erklärte. Die Nachbargemeinde habe bereits zugestimmt. Eine Arbeitsgruppe soll ein Konzept erstellen, über das die Räte beschließen.

Weiterer Tagesordnungspunkt war die Bestellung eines Spielplatz-, Straßen- und Baumbeauftragten, ebenfalls gemeinsam mit Weiherhammer. Seine Aufgabe ist die wiederkehrende Kontrolle von Straßen, Wegen. Plätzen und Bäumen auf Verkehrssicherheit. Auch Kinderspielplätze und Schulsportgeräte sind von ihm bei Erstabnahmen und einmal jährlich zu begutachten. Dafür ist Helmut Prechtl aus Weißenbrunn vorgesehen. Götz: "Ich bin sehr froh, mit ihm einen ausgewiesenen Forstfachmann gefunden zu haben!" Es werden einige noch zu schulende Arbeiter in der Anfangsphase zusammen mit Helmut Prechtl beschäftigt sein, die etwa 1500 Bäume zu erheben, sie zu markieren und zweimal im Jahr zu begutachten. Marktrat Adrian Blödt erinnerte an das auch noch zu erstellende Straßenkataster.

Für zwei Jahre

Reinhard Ponitz dazu: "Wir wissen dann, welche Bereiche vorrangig erneuert werden müssen." Der Vertrag mit Weiherhammer läuft zunächst über zwei Jahre. Abgerechnet werden die angefallenen Arbeitsstunden pro Kommune, Geräteabschreibung sowie die Kosten der Ausbildung und Arbeitsmittel. Der Bürgermeister: "Es wäre natürlich schön, wenn alle drei VG-Gemeinden hier mitziehen würden. Aber das müssen die Etzenrichter selbst entscheiden."

Diskussionen gab es bei der Ausschreibung der kommunalen Stromversorgung für die Lieferjahre 2020 bis 2022. Angeboten wurden Öko- oder Normalstrom, mit einem Preisunterschied für die Kommune pro Jahr im wohl vierstelligen Bereich. Einige Räte waren für einen Ökostromanteil wie bisher. Blödt argumentierte, dass die Stromversorger sich sowieso einen bestimmten Ökoanteil von den Abnehmern vergüten lassen. Ponitz: "Wir müssen auch sehen, dass wir mit unserem Budget klarkommen". Die Abstimmung brachte die Entscheidung für Normalstrom.

Schnell zugestimmt wurde einem Bauantrag für ein Einfamilienhaus mit Doppelgarage im Baugebiet Meister. Laut Götz liegen noch weitere Reservierungen vor, so dass dort lediglich noch drei Bauplätze frei sind. An den Blindenbund werden heuer 50 Euro überwiesen. Der Haushaltsplan für den Kindergarten Arche Noach für 2018 lag den Markträten zur Kenntnisnahme vor. Er schließt mit 5,45 Prozent mehr Ausgaben als Einnahmen ab. Götz: "Das ist nur ein Plan, aber wenn die das einhalten, dann ist es in Ordnung."

Der Bürgermeister gab bekannt, dass im nächsten Dorferneuerungsabschnitt die Abwasserleitungen in Teilen dringend erneuert werden müssen. Ebenso im Ortsteil Froschau. Für die Gemeindearbeiter wurde neue Dienstkleidung beschafft, die alte war verschlissen.

Woher kommt das Wasser?

Dann gibt es laut Uschi Fischer unerklärliche Wasseraustritte am Geiselberg, bei der Treppenanlage am Pfarrrangen und in Röthenbach. Gerd Hiltl bemerkte dies auch an der Straße nach Wildenau. Vom OWV liegt ein Vorschlag zur Neugestaltung der Infotafeln an der Kriegerhainmauer in der Gemeinde.

Helmut Prechtl erkundigte sich nach dem Stand der Renovierung des Marterls beim Aussichtspilz. Auch sei die Internetseite der Kommune in Teilen deutlich veraltet. Bei einem Antrag aus der Bürgerversammlung zum Test von Busfahrten nach Weiherhammer sieht Götz wenig Erfolgschancen. Auch das Anruftaxi im Tirschenreuther Landkreis laufe nicht gut. Für interessierte Senioren könne jedoch das Fifti-Fifti-Taxi als Möglichkeit herangezogen werden.

Da einige Landwirte beim Ackern sehr großzügig verfahren, wird die Kommune in nächster Zeit verstärkt GPS-Daten von Feldern aufnehmen und die Bewirtschafter zur Grenzeinhaltung auffordern.

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