Feuerwehr Kohlberg rüstet sich für 150. Geburtstag
Alles blickt auf 2018

In der Jahreshauptversammlung wurden neue Aktive eingereiht und Hans Kick (Dritter von links) zum Ehrenmitglied gekürt. Alfred Hausner (Dritter von rechts), unter anderem Hausmusikant der Wehr, bekam die Anerkennung der örtlichen Führungsriege und von Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz (Zweiter von rechts). Bild: war
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Kohlberg
12.01.2017
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Die Uhr tickt. Die Kohlberger Wehr rüstet sich fürs 150-jährige Gründungsjubiläum 2018. Wie Vorsitzender Hermann Prechtl in der Jahreshauptversammlung informiert, geht es in die Feinplanung. "Die wichtigsten Verträge sind unter Dach und Fach."

Zweiter Schwerpunkt ist der Kauf des neuen Einsatzfahrzeugs "LF 10". Laut Kommandant Josef Fischer wird im Juli der Auftrag erteilt, die Auslieferung folgt Ende 2017. Aus der Routine der Tagesordnung ragte eine Ehrung heraus: Begleitet von Beifall wurde Oberbrandmeister Hans Kick zum Ehrenmitglied ernannt. In seinen 45 Jahren Mitgliedschaft setzte der 63-Jährige Akzente in der Ausbildung des Nachwuchses und der Aktiven und genießt höchsten Respekt.

Neue Schwerpunkte

Weit über 50 Leistungsprüfungen gingen unter seiner Verantwortung erfolgreich über die Bühne, über vier Jahrzehnte ist Kick im Vorstand, war zweiter Kommandant sowie Atemschutzwart und ist Vertrauensmann. Auch im geselligen Teil wirkte der Geehrte mit und erhielt zur Urkunde entsprechend seines Hobbys eine Grillausrüstung. "Relativ wenige, aber bewegende und tragische Einsätze" resümierte Kommandant Fischer. Aufgrund der dadurch gewonnenen Erfahrungen will er einen Schwerpunkt bei der "First-Responder"-Ausbildung setzen. Technische Hilfeleistungen und mehrere Sicherheitswachen summierten sich auf acht. Insgesamt ergab das 100 Einsatzstunden. Unzufrieden ist der Kommandant mit der Beteiligung an Übungen und Unterrichten.

Erfreulich gut war die Resonanz auf die Leistungsprüfungen. Fischer dankte den Ausbildern Hans Kick, Matthias List und Jugendleiter Dominik Zwack. Letzterer wurde von Patrick Scholz bei der Nachwuchsweiterbildung unterstützt. 12 von 14 Atemschutzträgern, mit Jenny Metka absolvierte erstmals eine Kohlberger Feuerwehrfrau einen Lehrgang, nutzten die Übungsstrecke in Neuhaus.

Aus der Versammlung kam der Vorschlag, bei Einsätzen die Helme mit Aufklebern kenntlich zu machen, um die Übersicht für die Gruppenführer zu verbessern. Fischer kritisierte, dass es Bürger gäbe, die kein Verständnis für die Anschaffungen der Feuerwehr hätten. "Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir als Feuerwehr, die zu 100 Prozent Dienst am Nächsten tut, zu leichtfertig mit anderen Vereinen in Kohlberg verglichen werden. " Er lud den Gemeinderat zur Aussprache ein. Vorsitzender Hermann Prechtl lieferte einen Überblick. Die aktive Truppe hat mehr als 50 Mitglieder, über 100 zählen zur Gruppe der fördernden und sonstigen Mitglieder. 13 Neuaufnahmen gab es, dazu trugen insbesondere die Festdamen bei. Von 17 leisten 9 aktiven Dienst.

Bis 65 aktiv

Für die Führungsriege der Landkreis-Feuerwehr sprach Kreisbrandinspektor Wolfgang Schwarz. Er attestierte der Wehr "hervorragende Arbeit", widmete sich den zunehmenden First-Responder-Einsätzen, lobte den Digitalfunk und die neue Atemschutzstrecke in Neuhaus, informierte über Änderungen im Feuerwehrgesetz wie die Verlängerung der aktiven Zeit für 65-Jährige. "Eine sportliche Aufgabe erwartet uns", sagte Schwarz zur Aktualisierung der Alarmierungsplanung. Die Kommandanten seien gefordert, die Zonen und Einsatzketten neu festzuzurren.

Neue und LangjährigeNach Vollendung des 18. Lebensjahres ernannte Kommandant Josef Fischer folgende Aktive zu Feuerwehrfrauen und -männern:

Lena Bäumler, Pascal Bergmann, Jonas und Susanne Fischer, Paula Gäbelein, Daniel Kallmeier, Vanessa Kummer, Susanne Kurz, Adrian Reil und Svenja Schwarz. Am Tag der Versammlung trat Mike Metka (zwölf Jahre), seine komplette Familie zählt damit zur Wehr, als jüngstes Mitglied bei. Bei den Ehrungen blickten Alfred Hausner auf 60, Hans Gäbelein auf 40, Andreas Fischer und Friedrich Hermann junior auf 25, Christian Fischer und Sebastian Steinsdörfer auf je 20 Jahre zurück. (war)
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