Im Interview verrät Doris Grünbauer ihren Weg zur Honigprinzessin
Imkerin sticht Konkurrenz aus

Auch ohne Krone ist Doris Grünbauer die Prinzessin für ihre fünf Bienenvölker. Bild: Schönberger
Vermischtes
Kohlberg
12.09.2017
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Es braucht nicht unbedingt blaues Blut, um Prinzessin zu werden. Bienen tun's auch. Das zeigt das Beispiel der 21-jährigen Doris Grünbauer aus Artesgrün bei Kohlberg.

 Die Imkerin wurde Anfang September zur Bayerischen Honigprinzessin gekrönt, die erste ihrer Art. Eigentlich besticht die junge Frau aber mit ihrem Wissen im Bereich Maschinenbau, ihr Studienfach. Das und mehr verrät sie Mitarbeiter David Trott im Interview.

Glückwunsch zum Titel "Bayerische Honigprinzessin". Was mussten Sie tun, um dazu gekrönt zu werden?

Doris Grünbauer: Ich habe im Landwirtschaftlichen Wochenblatt gelesen, dass eine neue Prinzessin gesucht wird und habe mich beworben. Bei der Bewerbung musste ein Fachreferat über die Imkerei und den bayerischen Honig abgeben werden. Danach musste ich bei einem Bewerbungsgespräch in München meine Fachkenntnis unter Beweis stellen. Schon zwei Wochen später kam die gute Nachricht. Ich werde die neue und damit erste Bayerische Honigprinzessin.

Mit welchem Preisgeld ist Ihr Titel verbunden?

Ein Preisgeld gibt's nicht. Gestellt werden Dirndl, Schärpe, Visiten- und Autogrammkarten. Ich mache es ja nicht des Geldes wegen. Ich will mit dem Amt eine Botschaft vertreten.

Welche Botschaft ist das?

Ich will den bayerischen Honig vertreten und zeigen, dass der Honig der ansässigen Imker die bessere Alternative ist. Da geht es den Bienenvölkern gut, das macht die Qualität. Außerdem profitiert die Natur von den regionalen Bienen.

Wo verkünden Sie diese Botschaft?

Die nächsten Termine sind das Weidener Herbstfest am Samstag, 16. September, und der Bauernmarkt in Neustadt/WN am Sonntag, 24. September. Am 5. November geht's zur Bayerischen Honigmesse in Köditz bei Hof.

Eher herb als süß dürfte es in Ihrem Alltag zugehen. Sie haben mir verraten, dass Sie neben dem Imkern Maschinenbau studieren. Wildern sie damit nicht eher in Männerdomänen?

Vielleicht. Aber das macht mir gar nichts aus. Ich komme mit Männern und Frauen gut klar. Die Imkerei ist mittlerweile auch sehr gut durchmischt mit weiblichen und männlichen Imkern. Was mich aber vor allem freut: Die Jugend hat wieder mehr Interesse am Imkern. Das liegt auch an der guten Verbandsarbeit.

Und wie kamen Sie zum Imkern?

Ich war Probeimkern beim Imkerverein Weiden und Umgebung. Ich habe mir die Arbeiten dort angeschaut und auch mit angepackt. Man kann dort sogar ein Probevolk vom Verein bekommen. Eine tolle Sache.

Apropos tolle Sache: Verraten Sie Ihr Lieblingsrezept, in dem Honig nicht fehlen darf?

Also neben Honig im Bienenstich meiner Mutter mag ich meinen Honig am liebsten auf dem Butterbrot - oder ich löffle ihn einfach direkt aus dem Glas. Das schmeckt echt lecker.
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