27.04.2018 - 20:10 Uhr
KohlbergOberpfalz

Pfarreiengemeinschaft zieht Bilanz Geld von der Diözese lebensnotwendig

"Wir nennen unsere Zusammenkunft lieber Pfarrfamiliennachmittag, als Pfarrversammlung", erklärte Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer zu Beginn seines Berichts. "Denn wir sind ja hier eine große Familie, bei der viele am Gelingen einer harmonischen Gemeinschaft mitarbeiten." Jetzt gehe es auch darum, die Pfarreiengemeinschaft weiter zusammenzubringen. Vor allem, nachdem man mit den beiden neuen Geistlichen "einen guten Fang gemacht" habe.

von Autor JMLProfil

Er informierte, dass im Bereich der Stiftungsgelder alle drei Gemeinden weiter allein für sich selbst verantwortlich agierten. Beim Friedhof wird der offene Zaunbereich heuer noch "nebenbei" erstellt, was länger dauere, aber billiger sei. Auch sei die anfallende Müllmenge ein Problem. Das Areal der Urnengräber soll vorerst nicht vergrößert werden.

Für den Kindergarten Arche Noach ist es laut Steinsdörfer schwer, eine geeignete Erzieherin mit Zusatzqualifikation für die Kinderkrippe zu finden. Auch eine Kinderpflegerin werde gesucht, zur Zeit hilft die Erzieherin Maria Scheibner aus.

Die Krippe soll Weihnachten bezugsfertig sein. Die ursprünglich geplanten Kosten würden jedoch überschritten, die Endsumme dürfte laut dem Kirchenpfleger bei 800 bis 850 000 Euro liegen. Die Betriebskosten übernehme später die Kommune. "Finanziell denke ich, sind wir gut aufgestellt", bemerkt Steinsdörfer. "Aber allein von Kollekten und Spenden könnten wir unsere Aufgaben nicht erfüllen". Die Schlüsselzuweisungen der Diözese seien lebensnotwendig. Die Pfarrei beschäftigt (mit dem Kindergarten) elf Personen, die Hälfte davon in Teilzeit.

Die beim Kindergarten anfallenden Kosten sind durch kommunale und staatliche Förderung gedeckt. Vom bischöflichen Zentralarchiv in Regensburg hat die katholische Gemeinde Mikrofiches aus den Unterlagen anfertigen lassen. Sie werden vom ehemaligen Bürgermeister Karl Prösl zu einer Chronik zusammengestellt. Laut Bericht von Schriftführer Wilhelm Zwack leben im Kohlberger Sprengel der Pfarreiengemeinschaft mit Weiherhammer und Kaltenbrunn zurzeit 670 Gläubige.

Es gab sieben Taufen, sieben Kommunionkinder und zehn Firmlinge. Ein Paar wurde kirchlich getraut, sechs Gemeindemitglieder beerdigt, einige wenige hätten die Kirche verlassen. Wilhelm Zwack von der Marianische Männerkongregation berichtete von der jährliche Fußwallfahrt mit 40 Teilnehmern zum Mariahilfberg in Amberg, organisiert von Willibald List.

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