Schwierige Situation für Jäger durch große Mais-Einschläge
Jagd auf Schwarzwild erfolglos

Vermischtes
Kohlberg
05.04.2018
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Für die Verwendung der Jagdpacht brachte Stefan Kraus als Vorsitzender der Jagdgenossen einen Vorschlag: "Die Jagdpacht wird wieder einbehalten und für den Wegebau verwendet." Was sonst Diskussionen auslöste, ging diesmal problemlos durch die Abstimmung. Die 29 anwesenden Waldbesitzer waren dafür. Sie besitzen zusammen knapp 510 Hektar Jagdfläche. Zwei Zufahrtswege sollen aufgeschottert und weitere bei Bedarf aufgerädert werden.

Bei der Jahreshauptversammlung berichteten die Jagdpächter Karlheinz Geilersdörfer, Günther Kemmel und ihre Mitjäger über ein unfallfreies und gut verlaufenes Jagdjahr. Es war durch viele Ansitze auf Schwarzwild, oft ohne Erfolg, geprägt. "Durch die großen, teilweise nicht mehr überschaubaren Mais-Einschläge wird das Bejagen immer schwieriger", sagte Geilersdörfer. Die Becquerel-Werte der Wildschweine waren auf einem niedrigen Niveau. Bei der Schweinepest müsse man sehen, was passiert. Bei Rot- und Rehwild wollen die Jäger den Bestand gering halten, damit wenig Schäden in den Wäldern entstehen. Im Abschussplan sei man auf "Soll". Geilersdörfer gratulierte Michael Heindl zur bestandenen Jägerprüfung. Forstamtmann Erwin Fischer von den Bayerischen Staatsforsten informierte, dass es für Wildschweine jetzt keine Schonzeit mehr gibt. Kirrungen (Anfütterungsstellen) werden verringert oder eingestellt. Er forderte revierübergreifende Jagden. Laut Fischer gab es nur wenig Wolfssichtungen. Er wisse nichts über Nachwuchs in der Region.

Bürgermeister Rudolf Götz freute das einstimmige Votum der Jagdgenossen zum Wegebau. Jagdgenossenschaftsvorsitzender Kraus lobte die gute Zusammenarbeit mit Pächtern, deren Mitjägern und allen Helfern. Die Infos über Hegering-Versammlungen, Vorstandssitzungen, Waldwegebau und die BBV-Jahreshauptversammlung folgten. Kraus erinnerte an die Neuwahlen im nächsten Jahr, bei denen der zweite Vorsitzende und der Kassier ihre Ämter abgeben wollen. Die Jagdgenossen sollten sich bis dahin um Nachfolger bemühen. Kassier Herman Prechtl berichtete von einer soliden Finanzlage.

Durch die großen, teilweise nicht mehr überschaubaren Mais-Einschläge wird das Bejagen immer schwieriger.Karlheinz Geilersdörfer
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