09.04.2017 - 20:00 Uhr
KohlbergOberpfalz

Viele Informationen in der Pfarrversammlung Kindergarten-Umbau verzögert sich

Kirchenpfleger Leonhard Steinsdörfer und Pfarrer Adam Nieciecki informieren in der Pfarrversammlung die Gemeindemitglieder über den geplanten Umbau des Kindergartens. "Bis September schaffen wir das nicht", befürchtet der Pfarrer.

Pfarrer Adam Nieciecki (rechs) und Pfarrvikar Yesu Jeyapal Savariyappan (links) dankten Kirchenpfleger Leonhard Steindörfer (Zweiter von rechts), Irmgard List, Sprecherin des Pfarrgemeinderats (Mitte), und Christine Scholz (Zweite von links) für ihre treuen Dienste. Bild: war
von Autor WARProfil

Das Landratsamt hat im Februar den Bauplan genehmigt. Vor Beginn sind noch schriftliche Vereinbarung zwischen der Gemeinde und der Kirchenstiftung über eine Bau- und Betriebskostenfinanzierung nachzureichen. "Eine ewige Geschichte die schon seit Sommer 2016 erledigt sein könnte", kommentierte der Sprecher der Kirchenverwaltung.

Laut Planer pendeln sich die Baukosten bei 600 000 Euro ein. Voraussetzungen für die Genehmigung sind drei Auflagen. So übernimmt die Gemeinde die Kosten für den Anbau einschließlich des Anteils der Kirche und abzüglich des Zuschusses der Diözese. Das sind 84 Prozent, wobei mit Fördermitteln des Staates die Kasse der Gemeinde geschont wird. Eine weitere Bedingung ist die vollständige Übernahme des Betriebskostendefizits durch den Markt. In der Vergangenheit waren es 80, seit 2016 sind es 90 Prozent. Dritte Forderung ist das Festlegen eines Geschäftsführungsvertrages.

In der Kleinkindgruppe sind 11 Kinder, im Kindergarten 31 untergebracht, täglich werden 8 Schulkinder betreut. Hans Hartwich kümmerte sich um kleinere Reparaturen. Die Verwaltung sucht nach einem Nachfolger für Hans Bäumer, der seit 20 Jahren Rasen und Sträucher pflegte und den Winterdienst verrichtete.

Hohe Lohnkosten

12 Personen sind in der Pfarrei beschäftigt, gut die Hälfte auf 450-Euro-Basis. Die Lohnkosten liegen bei 250 000 Euro, wobei die Kirchenkasse mit 13 000 Euro belastet ist, der Kindergarten finanziert sich aus Zuschüssen der Kommune und des Staates. Die Personalkosten (ohne Kindergarten) fressen die Hälfte der jährlichen Zuweisungen zum Grundstockvermögen auf. Die Zeit, wo sich Ersparnisse verzinsen ließen, sind vorbei, die Einnahmen aus den Kollekten werden weniger.

Nichts Neues gibt es von der Waldkapelle in Röthenbach. Seit Monaten habe man vom Denkmalschutz nichts mehr gehört. Kirchturm und Dach sind sanierungsreif. "Das wird wohl unsere nächste größere Baustelle", befürchtet Steinsdörfer. Dank ging an die Gemeinde für die Unterbringung der Eltern-Kind-Gruppe im Schulhaus. Im Friedhof muss der Zaun repariert werden. Darum kümmert sich Roland Dobmeier von der Kirchenverwaltung. Der Eingang zum Friedhof erhielt einen Schaukasten. Es wurde eine Liste über Grabgebühren vorgelegt. Bewährt hat sich die Luft-Wärme-Pumpe im Pfarrheim, die Heizkosten sind auf 800 Euro pro Jahr gesunken.

"Mein persönliches Gefühl ist es, dass wir Kohlberger ein wenig benachteiligt werden, aber es muss ja nicht so bleiben", äußerte sich der Kirchenpfleger zum Funktionieren der Pfarreien-Gemeinschaft mit Weiherhammer und Kaltenbrunn.

Dank für Engagement

Pfarrer Nieciecki dankte allen, die sich engagieren: Leonhard Steinsdörfer ist seit 15 Jahren in der Kirchenverwaltung tätig, davon 10 Jahre als Kirchenpfleger. Irmgard Listarbeitet seit 2002 aktiv im Pfarrgemeinderat mit und seit über 10 Jahren Sprecherin. 15 Jahre im Rat sind Christine Scholz und Willibald List.

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