25.08.2014 - 00:00 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Arbeitsgruppe Energie der Kreis-SPD sucht bei Energiewende nach "machbaren Wegen" Die Region voranbringen

Eine illustre Gesprächsrunde hatte sich zum Sommergespräch der Arbeitsgruppe Energie der Kreis-SPD in Konnersreuth eingefunden (von links): Dr. Susanne Stangl, Gottfried Beer, Bernd Sommer, Moderator Edgar Wenisch, Landrat Wolfgang Lippert und Dr. Diana Hehenberger-Risse. Bild: kro
von Konrad RosnerProfil

Mit teils sehr provokanten Fragen sorgte Moderator Edgar Wenisch am Donnerstagabend für ein lebhaftes "Sommergespräch" der SPD-Arbeitsgruppe Energie des Kreisverbandes. Für Überraschungen sorgte das Gespräch aber auch beim Moderator selbst, der am Ende sogar Landrat Wolfgang Lippert bescheinigte "ein Windkraftfreund" zu sein.

Wenisch verwies darauf, dass rund 70 Prozent der Bevölkerung die Energiewende auch in Hinblick auf den Klimawandel und die immer stärker werdenden Naturkatastrophen wolle, aber nicht vor der eigenen Haustür. Dabei müsse klar sein: "Jede Energieform verändert die Landschaft, davon machen auch die erneuerbaren Energien keine Ausnahme."

Nachdem der Schwarzstorch und die Fledermäuse als Windkraftgegner anscheinend ausgedient haben, werde jetzt eine neues Phantom namens "Weltkulturerbe" aus dem Ärmel gezaubert. Wenisch provozierte mit der Äußerung, die unsere Enkel in 30 Jahren wohl fragen werden, "warum habt ihr nichts getan, weil ihr darauf gehofft habt, Weltkulturerbe zu werden?" Oder werde sich diese Frage gar nicht mehr stellen, weil der Landkreis ein großes Altersheim für deren Bewohner geworden sei, aber eine unberührte Natur hinterlasse. Wenisch weiter provokant, "oder wollen wir den Landkreis für 1000 Spaziergänger erhalten, die unsere Region einmal im Jahr für zwei Tage zur Erholung aufsuchen und dann wieder in ihren zerstörten Lebensraum zurückkehren, wo man aber gut leben und vor allem gut verdienen kann?"

Perspektive geben

Der Moderator betonte zwar, es gehe nicht um Schuldzuweisungen, um falsche oder um Königswege. Die Arbeitsgruppe Energie der Kreis-SPD wolle mit machbaren Wegen die Region voranbringen. Es gehe einzig darum, die Energiewende endlich umzusetzen und damit dem Klimawandel entgegen zu steuern und der Region eine Perspektive zu geben.

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