Konnersreuther Pfarrer Berthold Helgert ins Amt eingeführt - Gottesdienst mit 14 Priestern
"Wir können vieles erreichen"

Lokales
Konnersreuth
15.04.2013
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"Ich wünsche mir ein gutes Miteinander. Wenn wir gemeinsam anpacken, können wir vieles erreichen." Dies waren die Schlussworte von Berthold Helgert, der am Sonntagnachmittag als neuer Konnersreuther Pfarrer installiert wurde. Für einen besonders feierlichen Rahmen in der Pfarrkirche St. Laurentius sorgten Bläser und der Kirchenchor.

Eröffnet wurde der Festtag mit einem Kirchenzug der Konnersreuther Vereine, angeführt von der Jugendblaskapelle. Vor der Kirche hieß Pfarrgemeinderatssprecher Hubert Schwan den neuen Pfarrer und die weiteren 14 Geistlichen willkommen. "Wir wollen zu Ihnen stehen und arbeiten für die Menschen", versprach Schwan dem neuen Pfarrer.

Nach dem Einzug in die Pfarrkirche St. Laurentius hieß Pfarrer Helgert die Gläubigen willkommen, unter ihnen auch eine Abordnung aus Viechtach, seiner bisherigen Wirkungsstätte. "Es ist immer schön, wenn eine Pfarrei einen Pfarrer trägt, wie ich es in den vergangenen elf Jahren in Viechtach erleben durfte", sagte Pfarrer Helgert.

Dekan Georg Flierl erinnerte an die Laufbahn von BGR Berthold Helgert, der vor 35 Jahren zum Priester geweiht wurde. "Zum 1. März dieses Jahres haben Sie von Bischof Rudolf Voderholzer den Auftrag für die Seelsorge der Pfarrei Konnersreuth erhalten. Sie sind zum Dienst Christi in dieser Pfarrei bestellt", sagte der Dekan. Das offizielle Ernennungsschreiben des Bischofs verlas Regionaldekan Manfred Strigl. Darin schrieb der Bischof: "Ich wünsche ihnen, dass Sie ein guter Hirte der Ihnen anvertrauten Herde sind."

Gegenseitig Zeit lassen

"Der Wechsel eines Pfarrers in eine neue Pfarrgemeinde bringt immer eine Reihe von Veränderungen mit sich. Das gilt für eine Pfarrei, aber auch für einen Pfarrer", sagte Dekan Georg Flierl zu Beginn seiner Predigt. "Die Pfarrangehörigen müssen sich auf ein neues Gesicht einstellen - eine Herausforderung, die zu schaffen sein sollte. Für den neuen Pfarrer sind es aber knapp 2000 neue Gesichter, mit denen er sich vertraut machen muss. Lassen Sie sich gegenseitig genügend Zeit mit dem Vertrautmachen", riet Dekan Flierl.

Zusätzliche Anforderungen

"In Konnersreuth kommt hinzu, dass sich der neue Pfarrer mit einer Pfarrangehörigen vertraut machen muss, die bereits verstorben ist. Dass hier die Rede von Therese Neumann ist, brauche ich nicht eigens betonen", so der Dekan weiter. Der Seligsprechungsprozess bringe für den jeweiligen Pfarrer zusätzliche Anforderungen mit sich. Dennoch bleibe für jeden Pfarrer die eigentliche Herausforderung, den Alltag als Christ zu bewältigen und sich den Anforderungen und Aufgaben zu stellen.
"Es ist immer wieder der Geist der Gottes- und Nächstenliebe, der das Tun und Denken der Priester bestimmt. Hier liegt der wesentliche Auftrag für unseren Dienst", so Dekan Flierl. "Wenn jeder von uns, wir als Priester, aber auch Sie als Getaufte und Gefirmte, uns an das Wort Jesu halten, dann braucht uns um die Kirche als Ganzes und die Pfarrgemeinde in Konnersreuth im ganz Besonderen gewiss nicht bange sein." Zum Abschluss wünschte Dekan Flierl ein gesegnetes Miteinander. "Die Priester des Dekanates heißen Sie herzlich willkommen", schloss der Dekan. Anschließend spendete jeder Priester eine Umarmung.

Gleich nach der Predigt führte Dekan Flierl Pfarrer Helgert zu den drei wichtigsten Stationen seines priesterlichen Wirkens in der Pfarrkirche - zum Alter, zum Ambo und zur Feier der Liturgie. Zum Abschluss des Festgottesdienstes bat Pfarrer Helgert um ein gutes Miteinander und verriet den Gläubigen noch einiges über sich. So erfuhren sie, dass er etwa einen kleinen Dackel als Haustier habe. Mit dem Lied "Großer Gott wir loben dich..." endete die Feier.
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