Pfarrgemeinde Konnersreuth gedenkt Seligsprechung von Theresia von Lisieux und Blindenheilung ...
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Lokales
Konnersreuth
30.04.2013
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"Öffnen wir die Augen für Christus", forderte Pater Benedikt Leitmayr die Gläubigen beim Abschlussgebet am Theresienbrunnen auf. Mit Prozessionen und einem Festgottesdienst erinnerte die Pfarrgemeinde Konnersreuth am Montag an die Seligsprechung von Theresia von Lisieux und die Blindenheilung von Therese Neumann vor 90 Jahren.

Zunächst trafen die Gläubigen am Resl-Grab auf dem Friedhof zusammen, darunter auch der Leiter des Theresienwerks, Monsignore Anton Schmid aus Augsburg. Musikalisch wurde die Feier vom Männergesangverein Konnersreuth umrahmt. Pfarrer Berthold Helgert erinnerte an die Zusammenhänge zwischen der Seligsprechung der mittlerweile heilig gesprochenen Theresia von Lisieux und Therese Neumann. Fünf Jahre nach ihrer Erblindung habe Letztere an diesem Tag plötzlich wieder sehen können. Die Geistlichen zeigten sich überzeugt, dass die Resl auf Fürsprache der französischen Schwester geheilt wurde.

Zu den Zelebranten des Festgottesdienstes in der Pfarrkirche zählten neben Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez aus Fulda auch Domvikar Georg Schwager (Leiter der Abteilung Selig- und Heiligsprechungsprozesse des Bistums Regensburg), Regionaldekan Manfred Strigl, Dekan Georg Flierl, Stadtpfarrer Monsignore Anton Schmid, Pater Benedikt Leitmayr sowie die Patres Friedhelm Czinczoll und Hans Junker. Die musikalische Umrahmung übernahm der Kirchenchor unter der Leitung von Matthias Schraml.

"Patronin der Mission"

Weihbischof Professor Dr. Karlheinz Diez bekannte, dass er schon öfters in Konnersreuth gewesen sei, zuletzt vor fünf Jahren. Er nannte es eine große Freude und Ehre, an diesem Tag in Konnersreuth einen Gottesdienst feiern zu dürfen. Obwohl er mit dem Leben und Wirken der Resl vertraut gewesen sei, habe er bislang nichts von ihrer Blindheit gewusst. "Das war mir absolut neu", sagte der Bischof in seiner Predigt. "Die Seligsprechung der französischen Schwester und die Blindenheilung der Resl am gleichen Tag haben mich sehr berührt." Der Gast verwies auf persönliche Erfahrungen - sein Vater sei im Alter von 55 Jahren ebenfalls erblindet. Weiter betonte der Bischof, dass eine innige Beziehung zu Gott und barmherzige Liebe das Leben von Theresia von Lisieux gekennzeichnet hätten. "Nicht allzeit klagen, sondern allzeit loben und einstimmen in den Lobpreis Gottes, das ist der Weg der seelischen Gesundung des Menschen." Der Bischof zeigte sich überzeugt, dass "die Kirche ihre Aufgabe nur verwirklichen kann, wenn sie sich auf das Erbarmen Gottes stützt". Er erinnerte an ein Zitat der heiligen Französin: "Meine Berufung ist die Liebe." Theresia von Lisieux werde auch "Patronin der Mission" genannt. "Es schadet auch auf Erden nichts, wenn wir von hier etwas vom Himmel erkennen. Wir alle sind gerufen, in der Liebe Gottes zu leben und offene Augen für Christus zu haben", so der Weihbischof.

Enge Verbindung

Nach dem Gottesdienst zogen die Gläubigen zum herrlich geschmückten Theresienbrunnen am Therese-Neumann-Platz. Dort erwartete bereits die Jugendblaskapelle die Gäste. Pater Benedikt stellte erneut die enge Verbindung zwischen dem französischen Lisieux und Konnersreuth heraus, "dem bayerischen Lisieux", wie er sagte. Mit Gebeten und Musik wurde dann der Seligsprechung und der Blindenheilung vor 90 Jahren gedacht. Dazu erhielten die Ehrengäste jeweils eine rote Rose, ganz nach dem Motto der Heiligen ("Ich werde Gnadenrosen auf die Erde herabfallen lassen"), welches auch auf dem ihr gewidmeten Altar in der Pfarrkirche verewigt ist.

Die Feier endete mit einem kurzen Konzert der Jugendblaskapelle. Danach war das Resl-Haus noch für einen kurzen Besuch geöffnet.
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