20.08.2014 - 00:00 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Prof. Dr. Wolfgang Vogl stellt Verbindung zwischen Therese von Lisieux und der Resl heraus "Auf dem Weg der dunklen Nacht"

So gut besucht wie schon lange nicht mehr war der Resl-Gebetstag am Montagabend: Ein Grund dafür dürfte gewesen sein, dass ihn der frühere Konnersreuther Pfarrer Professor Dr. Wolfgang Vogl als Hauptzelebrant und Prediger anführte.

Professor Dr. Wolfgang Vogl (Zweiter von links) führte den Resl-Gebetstag als Hauptzelebrant und Prediger an. Mit am Altar standen die Patres Alex (links) und Joseph (rechts) sowie Kaplan Klaus Thiermann, ein gebürtiger Tirschenreuther, der in Grafenwöhr wirkt. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Mit am Altar standen die beiden indischen Geistlichen Pater Joseph (Arzberg) und Pater Alex (Kloster Theresianum), die derzeit als Urlaubsvertreter in der Region Dienst leisten, sowie der gebürtige Tirschenreuther Thomas Thiermann, der als Kaplan in Grafenwöhr wirkt.

Gleich zu Beginn seiner Predigt erinnerte Professor Dr. Wolfgang Vogl an den Katholikentag in Regensburg, wo er auf Wunsch der Veranstalter einen Vortrag über die Resl hielt. "Therese Neumann - eine Spiritualität für die Kirche von heute" lautete das Thema. "Ich glaube, Therese Neumann war eine Wegweisung an Frömmigkeit für die Kirche von heute", sagte der Professor.

Hilfe erbeten

In seiner Predigt stellte der Geistliche die Zusammenhänge zwischen der französischen Heiligen Theresia von Lisieux und der Konnersreuther Resl heraus. "Beide sind durch ihr Leben eng miteinander verbunden." Erneut betonte Professor Vogl, dass Konnersreuth das "bayerische Lisieux" sei. Oft habe die Resl die heilige Theresia von Lisieux im Gebet angerufen und um Hilfe gebeten. Therese Neumann habe ganz aus dem Glauben heraus gelebt, besonders in der Zeit von 1918 bis 1925, als sie schwerkrank und blind war. Schon damals habe sie es als Lebensaufgabe angesehen, an Gott zu glauben. "Unsere Resl und die heilige Theresia gingen den Weg der dunklen Nacht, den sogenannten kleinen Weg."

Heiland im Mittelpunkt

Gott könne man nur im Glauben begegnen, der Glaube erreiche alles, so Prof. Vogl. "Nur so konnte die Resl das Leiden ab 1926 überhaupt ertragen." Dass Therese Neumann später ausschließlich von der heiligen Eucharistie gelebt habe, sei eine Folge ihres unerschütterlichen Glaubens gewesen. "In dessen Mittelpunkt stand der Heiland." Professor Vogl rief die Gläubigen auf, weiter auf diesen Heiland zu schauen.

Die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes übernahmen Solisten der beiden Kirchenchöre Konnersreuth und Mitterteich: Christina Jüttner, Luitgard Müller, Inge Härtl, Regina Glassl, Bernd Scheltner und Matthias Schraml. Hauptzelebrant und Prediger des 10. Großen Gebetstages am 18. September ist der Augsburger Weihbischof Florian Wörner.

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