Zeugnis einer "wunderbaren Gebetserhöhung" - Dekan Georg Flierl predigt beim Gebetstag
"Resl hat Spuren hinterlassen"

Hauptzelebrant und Prediger des Resl-Gebetstags war Dekan Georg Flierl (links). Mit am Altar standen (von links) Kaplan Stefan Haimerl, Peter Benedikt Leitmayr, Pfarrer Berthold Helgert und Diakon Thomas Thiermann. Bild: jr
Lokales
Konnersreuth
22.04.2013
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"Auch 50 Jahre nach ihrem Tod treffe ich bei meinen Tirschenreuther Pfarrangehörigen immer noch auf viele Spuren, die die Resl im Leben von vielen durch persönliche Begegnungen hinterlassen hat." So begann Dekan Georg Flierl seine Predigt zum Resl-Gebetstag in der Pfarrkirche St. Laurentius. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst die Konnersreuther Jugendblaskapelle unter Leitung von Armin Scharnagl.

Bischöflich Geistlicher Rat Berthold Helgert begrüßte unter den Zelebranten besonders Diakon Thomas Thiermann aus Tirschenreuth, der am 29. Juni im Regensburger Dom zum Priester geweiht wird. Helgert bat die Gläubigen, Zeugnis für die Auferstehung Christi zu geben.

Dekan Georg Flierl berichtete in seiner Predigt von einem Gespräch mit einer hochbetagten Frau, die zusammen mit Therese von Konnersreuth im Krankenhaus lag. Tiefe Trauer umfing die Frau nach einer Fehlgeburt, so Flierl. Die Resl gab ihr einen Rosenkranz mit und versprach, für sie zu beten. Tatsächlich bekam die Frau später noch einen Sohn und eine Tochter. "Solche Ermutigungen, die die Resl aus ihrem tiefen Glauben heraus den Menschen schenkte, werden mir immer wieder berichtet", sagte Flierl.

Der erste Pressebericht in einem überregionalen Medium über die Stigmatisierte von Konnersreuth erschien am 3. August 1927. Autor war Erwein Freiherr von Aretin. Sein Artikel hat damals wie eine Bombe eingeschlagen, berichtete Flierl. "Der Text erregte Aufsehen bei Freund und Feind." Mit dem damaligen Chefredakteur Dr. Fritz Gerlich und dem Verfasser des Artikels habe es heftigste Diskussionen gegeben, worauf sich Dr. Gerlich entschloss, persönlich nach Konnersreuth zu fahren. Vor seiner Abfahrt versprach Dr. Gerlich: "Ich garantiere Ihnen, dem Schwindel komme ich auf die Spur." Als er aus Konnersreuth wieder zurück nach München heimkehrte, war er ein vollkommen Verwandelter. Wörtlich habe Dr. Gerlich gesagt, dass die Reise "für mich zu einer seltsamen und fast wunderbaren Gebetserhörung geworden ist". Sein erster Besuch in Konnersreuth dauerte dreieinhalb Tage. "Gerlich wurde Zeuge der Visionen der Therese Neumann. Bei weiteren Aufenthalten in Konnersreuth erlebte Dr. Fritz Gerlich weitere Visionen der Resl hautnah mit." Dr. Gerlich schrieb damals: "An diesem und auch an anderen Tagen war ich Zeuge ihrer absoluten Hingabe an Christus und ihrer Leidensbereitschaft nach seinem Willen." Dekan Georg Flierl betonte: "Ich bin mir völlig sicher, dass Dr. Fritz Gerlich ein absolut verlässlicher Gewährsmann für alles ist, was er über seine Begegnungen mit Therese Neumann berichtet." Flierl schloss: "Es handelt sich um übernatürliche Realitäten, für die wir Zeugnis geben und die wir glauben dürfen." Die Gläubigen zogen in einer langen Lichterprozession ans Grab von Therese Neumann, wo sie um ein positives Ende des seit Februar 2005 laufenden Seligsprechungsprozesses beteten.
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