Größere Schäden verhindert

Betroffen von den Überflutungen am vergangenen Sonntag war auch der Schafferhof. Diese Aufnahme entstand aber erst einen Tag später, als der Großteil des Wasser wieder verschwunden war. Bild: jr
Politik
Konnersreuth
19.05.2017
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Die Wasser- und Schlammmassen, die sich am vergangenen Sonntag in den Konnersreuther Ortskern ergossen haben, waren jetzt auch Thema im Marktrat. Dabei ging es auch um den Schafferhof, den es ebenfalls erwischt hatte.

"So etwas hat es in den letzten 40 bis 50 Jahren nicht mehr gegeben", sagte Bürgermeister Max Bindl in der Sitzung am Donnerstagabend. Dieser Starkregen sei ein "außergewöhnliches Ereignis" gewesen. Binnen weniger Minuten stand der Ortskern unter Wasser, mehrere Keller und teilweise sogar Wohnungen wurden geflutet. Max Bindl, der am Sonntag selbst vor Ort war, dankte allen Feuerwehr-Einsatzkräften und auch privaten Helfern, die sofort mit angepackt und so größere Schäden verhindert hätten.

Laut Bindl strömten die Schlammmassen vom Ortsrand her kommend ein, aus Richtung "Grüner Weg". "Die Entwässerungsanlagen haben die Wassermassen einfach nicht mehr bewältigt, so dass sie ins Ortsinnere gelangen konnten", erklärte Bindl und zeigte Bilder und Videos.

Noch in dieser Woche, so der Bürgermeister, habe die Marktverwaltung Maßnahmen ergriffen. Man habe Gräben säubern und Sinkkästen entleeren lassen. Zudem sei man mit dem Ingenieurbüro Bork wurde in Kontakt getreten. Geklärt werden soll, welche weiteren Vorkehrungen für die Zukunft getroffen werden können. Weiter kündigte Bindl Gespräche mit den Landwirten an, die die Felder bewirtschaften, von denen die Erdmassen stammten. Nicht zuletzt soll ein Niederschlagskonzept besprochen werden. "Ich hoffe, dass sich dieser Sonntagnachmittag nicht wiederholt", schloss Bindl.

Edgar Wenisch (SPD) monierte, dass der Bürgermeister mit keinem Wort auf die Überflutung des Schafferhofs eingegangen war. Wenisch machte darauf aufmerksam, dass der Schafferhof am tiefsten Punkt im Ortskern liege. Von früheren Erzählungen wisse er, dass dieses Gelände schon öfters überflutet gewesen sei. "Als ich das schon vor Jahren sagte, bin ich belächelt und sogar als Lügner dargestellt worden." Weiter wollte Wenisch wissen, ob die vier Schafferhof-Beauftragten die Situation vor Ort besichtigt hätten. Bürgermeister Max Bindl erwiderte: "Ich habe keinen Anlass dafür gesehen, dass die vier Beauftragten zum Schafferhof kommen." Die beiden Freie Wähler-Beauftragten für den Schafferhof seien am Sonntag mit der Feuerwehr im Einsatz gewesen.

Siegfried Schiml (Freie Wähler) forderte, beim Ausbau des Schafferhofs mögliche Überflutungen in den Planungen zu berücksichtigen. Max Bindl bestätigte dies und meinte: "Vielleicht kam das Hochwasser gerade noch zur rechten Zeit." Uwe Rosner (CSU) nannte die Schafferhof-Überschwemmung ärgerlich. An Edgar Wenisch gewandt sagte Rosner, dass es die Bürgerinitiative gewesen sei, die den Schafferhof abreißen und dann dort Wohnungen oder ähnliche Bauten habe errichten wollen. Wenisch bezeichnete Aussagen als erstaunlich, wonach jetzt im Schafferhof Vorkehrungen für einen leistungsfähigen Kanal getroffen werden sollen.
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