24.01.2018 - 16:34 Uhr
KonnersreuthOberpfalz

Marktrat billigt Entwicklungskonzept Projekte wie an der Perlenschnur

Nach der Theorie kann es nun in die Praxis gehen: Mehrheitlich billigt der Konnersreuther Marktrat das über zwei Jahre hinweg erarbeitete Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (Isek). Eine kritische Nachfrage gibt es in der Sitzung zu einem Auftritt der "Grölldeifl".

"Die Maßnahmen sollen Konnersreuth für die kommenden Jahrzehnte fit machen." Zitat: Architekt Joachim Schmitz-Klopf
von Josef RosnerProfil

Noch einmal eine Stunde lang beschäftigte sich das Gremium mit dem Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept. Architekt und Städteplaner Joachim Schmitz-Klopf betonte, dass das ausgearbeitete Konzept mit der Regierung der Oberpfalz abgestimmt worden sei. In die Planungen sei alles mit eingeflossen, was in den vielen Gesprächsrunden in den vergangenen Jahren angesprochen wurde. 72 Seiten umfasst das nun vorliegende Werk.

Schmitz-Klopf stellte zum wiederholten Mal die hohe Qualität und die Infrastruktur des Ortskerns heraus. "Ihr habt im Ortskern noch zwei Metzgereien, das ist nicht überall so." Mit insgesamt 34 Betrieben sei Konnersreuth gut aufgestellt. Ziel sei es nun, eine nachhaltige Verbesserung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse für alle Generationen zu erreichen. "Die Maßnahmen sollen Konnersreuth für die kommenden Jahrzehnte fit machen." Der Architekt machte deutlich, dass die wesentlichen Projekte wie an einer Perlenschnur gezogen entlang der Hauptstraße verwirklicht würden. Erfreulich sei, dass sich die Marktgemeinde mit einem kommunalen Förderprogramm an der Finanzierung beteiligt. Hinzu kommen Zuschüsse der Nordostbayern-Initiative der bayerischen Staatsregierung. Angedacht sei nicht zuletzt, den Ortskern verkehrsberuhigt umzubauen und für alle anderen innerörtlichen Straßen Tempo 30 zu erreichen.

Bürgermeister Max Bindl zeigte sich froh, endlich ein Ergebnis zu haben, mit dem gearbeitet werden kann. "Die Planungen und die Umsetzung werden uns die kommenden 10 bis 15 Jahre beschäftigen", sagte Bindl. Edgar Wenisch (SPD) monierte zum wiederholten Mal den Grenzverlauf des Sanierungsgebiets. Joachim Schmitz-Klopf sagte, dass die Grenzen nicht in Stein gemeißelt seien. Der Architekt sicherte zu, dass er die besagten Bereiche und den Grenzverlauf nochmals vor Ort prüfen wolle. Am Ende wurde das Konzept mit der Mehrheit aus Freien Wählern und CSU genehmigt. Die beiden SPD- Räte stimmten dagegen.

Bürgermeister Bindl verwies in einem anderen Punkt auf ein Schreiben der Obersten Baubehörde zur geplanten energetischen Sanierung der Schulturnhalle und des Rathauses. Nach Ansicht der Behörde seien diese Maßnahmen sinnvoll.

Auf die Show der "Grölldeifl" am 5. Dezember auf dem Therese-Neumann-Platz kam Edgar Wenisch (SPD) zu sprechen. Er sei nicht glücklich darüber, dass die Gruppe ausgerechnet an jenem Tag ihr Unwesen getrieben habe, der den Nikolaus-Hausbesuchen vorbehalten sei. "Wäre nicht ein anderer Tag besser?", fragte Wenisch. Bürgermeister Max Bindl sagte, dass nach Gesprächen mit dem Burschenverein und den "Grölldeifln" der Kompromiss gefunden worden sei, wonach die Nikolaushausbesuche ab 17 Uhr vorgenommen werden und der Auftritt der "Grölldeifl" um 20 Uhr beginnt. Bindl sicherte zu, nochmals mit beiden Gruppen zu sprechen.

Einig war sich das Gremium, dass sich die Gemeinde am Festzug zum Nordgautag am 8. Juli in Wiesau beteiligt. Mitgeführt werden soll eventuell ein Modell der Pfarrkirche. Uwe Rosner (CSU) regte an, dass man in mittelalterlichen Gewändern mitmarschieren könnte.

Andreas Malzer (CSU) verwies auf das Programm "Gesunde Kommune" der AOK Bayern und wollte wissen, ob eine Teilnahme möglich ist. Bürgermeister Bindl erwiderte, dass er dazu Informationen einholen werde.

Die Maßnahmen sollen Konnersreuth für die kommenden Jahrzehnte fit machen.Architekt Joachim Schmitz-Klopf
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