13.02.2018 - 20:00 Uhr
Konnersreuth

Diskussion um Besinnungspfad

Auf Unverständnis bei der SPD-Fraktion im Konnersreuther Marktrat stößt ein Antrag der CSU. Darin geht es um den Unterhalt des Besinnungspfades "Resl von Konnersreuth".

Der Waldbesinnungspfad „Resl von Konnersreuth“ soll allen Besuchergruppen jeden Alters und Gesundheitszustand zugängig gemacht werden. Für den Unterhalt des Weges will die Marktgemeinde jetzt einen Förderantrag bei der Regierung der Oberpfalz stellen, nachdem das Landratsamt bereits abgewunken hat. CSU und Freie Wähler votierten eindeutig für den Antrag, die SPD lehnte ab, obwohl der Weg doch ihre Idee war. Unser Bild zeigt den Einstieg in den Weg am Ortsrand von Konnersreuth, in der Waldsassener Straße
von Josef RosnerProfil

Die CSU erinnert in ihrem schriftlich eingereichten Antrag zunächst daran, dass mit dem Weg eine Idee der SPD Konnersreuth realisiert wurde. 2015 war das Projekt in Zusammenarbeit mit den Bayerischen Staatsforsten realisiert worden. Von Vorteil sei die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Marktgemeinde, Kirche und Staatsforsten gewesen. "Es wurde damit ein weiterer Mosaikstein in Bezug auf den Tourismus verwirklicht", so CSU-Fraktionssprecher Andreas Malzer wörtlich in dem Antrag. Weil für Pflege und Unterhalt aber die Gemeinde zuständig ist, wünscht sich die CSU eine Förderung. Ziel sei es, den Weg dadurch auch noch besser zugänglich zu machen. In dem Antrag wird die Marktgemeinde aufgefordert, sich um Fördermittel aus der Bayerischen Tourismusförderung bei der Regierung der Oberpfalz zu bemühen.

Absage erteilt

Bürgermeister Max Bindl erklärte, dass man Rücksprache mit dem Landratsamt gehalten habe. Demnach gebe es aktuell keine Möglichkeit, einen Fördertopf für Unterhalt und Pflege von Waldwegen anzuzapfen. Bezuschusst werde nur die Schaffung neuer Einrichtungen. Weiter erinnerte der Bürgermeister an einen Ortstermin im Oktober vergangenen Jahres. Damals sei klar gewesen, dass es heuer Veränderungen im Wegebau geben solle. Andreas Malzer erwiderte, dass er von Projekten wisse, die andernorts gefördert worden seien. Bei einem Treffen mit Bezirksrat Toni Dutz habe dieser Gespräche mit der Regierung der Oberpfalz zu diesem Thema angekündigt.

Edgar Wenisch (SPD) sprach abwertend von einem "typischen CSU-Antrag" und fragte: "Wie und wo soll der Weg geändert werden? Der Antrag schränkt nur die Arbeit der Verwaltung ein." Laut Wenisch sei klar, dass der Weg niemals barrierefrei begehbar sein werde. "Das ist einfach nicht realisierbar." Edgar Wenisch weiter: "Geld für den Unterhalt gibt es nicht, also kann ich den Antrag nicht verstehen."

Kein Ausbau

Andreas Malzer machte deutlich, dass es nicht um einen Ausbau gehe. Uwe Rosner (CSU) ergänzte: "Dass der Weg nicht barrierefrei ausgebaut werden kann, ist jedem klar. Wir wollen den Weg doch nur für alle Besuchergruppen zugänglicher machen. Der Antrag ist für jeden verständlich beschrieben."

Bürgermeister Max Bindl verwies noch einmal auf die Aussagen des Landratsamtes, wonach es für solche Zwecke keine Fördermittel gebe. Dennoch stimmte die Mehrheit aus Freien Wählern und CSU dafür, einen Förderantrag zu stellen und ihn bei der Regierung der Oberpfalz einzureichen. Die zwei SPD-Fraktionsmitglieder votierten mit Nein.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Nachrichten per WhatsApp