Gemischte Bilanz im Marktrat

"Ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung stets harmonisch, so kann ich das für den Marktrat sicher nicht so beschreiben." Zitat: CSU-Sprecher Andreas Malzer
Vermischtes
Konnersreuth
30.12.2016
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"Wir haben wieder einiges bewegt." Zufrieden zeigte sich Bürgermeister Max Bindl in der Jahresabschlusssitzung mit der Entwicklung in den vergangenen zwölf Monaten. Deutlich kritischer bewerteten CSU und SPD die Lage.

Max Bindl erinnerte bei der Zusammenkunft im Feuerwehrhaus an eine Reihe von Maßnahmen, darunter Breitbandausbau, Friedhofs-Sanierung, Rad- und Fußweg-Neubau sowie die Machbarkeitsstudie zum Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept (Isek). Im gesellschaftlichen Bereich hob Bindl den Veranstaltungsreigen hervor, wobei das Bürgerfest der Höhepunkt gewesen sei. Sein Dank galt allen Vereinen und Organisationen. Ohne ehrenamtliches Engagement wären das Maibaumaufstellen, Theateraufführungen, Konzerte, Nikolausbesuche und vieles mehr nicht leistbar.

Gut aufgestellt

Als nicht alltäglich bezeichnete Bindl die samstägliche ehrenamtliche Grüngutannahme durch Bürgermeister und Markträte. "Wir konnten dadurch Personalkosten sparen und gleichzeitig die Gebühren günstig halten." Ausdrücklich würdigte der Bürgermeister die gute Zusammenarbeit zwischen Markt, Pfarrei und Vereinskartell. Gut aufgestellt sieht Bindl die Marktgemeinde in den Bereichen Jugend, Senioren, Behinderte und Familie.

Auch 2017 gebe es für die Marktgemeinde wieder viel zu tun. Max Bindl nannte die Fortführung des Niederschlagwasserkonzepts und des Kanalkatasters, den weiteren Breitbandausbau, die Sanierung des Bauhofs, das Vorantreiben des Projekts Schafferhof, die energetische Sanierung der ehemaligen Hauptschule sowie Planung und Umsetzung des Nahwärmekonzepts. In seinem Ausblick auf 2017 erwähnte Bindl die Jubiläen "30 Jahre Förderverein der Spätberufenenschule Fockenfeld" und "15 Jahre Musikverein". Zudem werde man Vorbereitungen für das Jubiläumsjahr 2018 treffen. Abschließend zitierte Max Bindl den Schauspieler Peter Ustinov: "Es ist von grundlegender Bedeutung, jedes Jahr mehr zu lernen als im Jahr zuvor."

Zweiter Bürgermeister Reinhard Wurm (Freie Wähler) verzichtete auf eine Rede und wünschte eine schöne Weihnachtszeit sowie ein gutes neues Jahr 2017. Andreas Malzer (CSU) betonte, dass die Zusammenarbeit im Marktrat von "polarisierenden Meinungen" geprägt sei. "Ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung stets harmonisch, so kann ich das für den Marktrat sicher nicht so beschreiben." Malzer stellte aber heraus, dass es außerhalb der Politik keinerlei Probleme miteinander gebe. "Ganz im Gegenteil, in Vereinen arbeiten wir sehr gut zusammen."

Zu den Diskussionen im Marktrat hatte Malzer noch einige Anmerkungen parat: "Ich weiß aus Gesprächen mit vielen Menschen, dass die Zeitungsberichte über die Sitzungen in Bärnau und Konnersreuth meist großes Interesse finden. Werten will ich das nicht, das kann jeder selber tun." Trotz aller Differenzen, so Malzer, wolle er für den fairen Umgang miteinander im Gremium danken. Lob richtete er an die Verwaltung: "Da wird in allen Bereichen sehr gut gearbeitet." Für 2017 wünsche er sich im Marktrat mehr mutige Entscheidungen für eine weitere positive Entwicklung der Marktgemeinde. "Konnersreuth hat einen Namen in der Welt - das weiter auszubauen, muss unser Ziel sein."

Edgar Wenisch (SPD) erklärte, dass seine Fraktion weiter versucht habe, den Bürgerwillen beim Projekt Schafferhof umzusetzen. Kritik übte er an der Pro-Kopf-Verschuldung, die von einst 650 Euro im Jahr 2006 auf heute 984 Euro gestiegen sei - trotz Stabilisierungshilfe. Weiter monierte Edgar Wenisch, dass man für den Erhalt der Finanzhilfen die Gebühren für die eigenen Bürger erhöht habe. "Die Stabi-Hilfe kommt doch eh von den bayerischen Bürgern."

"Liebenswerte Gemeinde"

Eine Lanze brach Wenisch für das Leben in Konnersreuth. "Wir haben in unserer Marktgemeinde alles da, was es braucht. Geschäfte, Kinderhaus, Schule, Wirtshäusern - alles, was eine liebenswerte Gemeinde ausmacht". Ausdrücklich dankte er der Feuerwehr und dem Roten Kreuz für ihren ehrenamtlichen Einsatz.

Ist die Zusammenarbeit mit der Verwaltung stets harmonisch, so kann ich das für den Marktrat sicher nicht so beschreiben.CSU-Sprecher Andreas Malzer
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