Mode wie anno dazumal
Landfrauen auf dem Laufsteg

15 Ortsbäuerinnen und Landfrauen zeigten beim Kaffeekränzchen in Konnersreuth "Mode wie anno dazumal" und ernteten dafür viel Beifall. Bild: jr
Vermischtes
Konnersreuth
23.02.2018
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In ungewöhnlichem Outfit zeigen sich 15 Ortsbäuerinnen und Landfrauen und wissen auf dem Laufsteg zu überzeugen: "Mode wie anno dazumal" heißt es im Konnersreuther Schiml-Saal, das Publikum ist begeistert.

Mode aus der Zeit von 1930 bis 1980 stand im Mittelpunkt eines Kaffeekränzchens für die Landfrauen aus den Bereichen Konnersreuth, Leonberg, Mitterteich und Waldsassen. 120 Besucherinnen waren der Einladung gefolgt. Viele von ihnen staunten nicht schlecht, Kleidungsstücke wiederzusehen, die sie in ähnlicher Form einst selbst getragen haben. Jean Rustler spielte während der Modenschau passende Musik aus der jeweiligen Zeit.

Kreisbäuerin Irmgard Zintl freute sich eingangs über ein volles Haus und hieß die zahlreichen Landfrauen willkommen. Modenschau-Moderatorin Barbara Schaumberger wusste über jedes Kleidungsstück etwas zu erzählen. Sie informierte, dass in den 1930er Jahren viele Kleidungsstücke noch selbst gestaltet und genäht worden seien. Ein Problem für die Akteurinnen der Modenschau sei gewesen, dass viele der alten Stücke nicht mehr oder kaum noch gepasst hätten. Humorvoll erzählte Schaumberger dann aus dem Leben eines Models: "Ich hatte an meinem Bauch noch nie einen Ring und plötzlich sind es zwei." Und weiter: "In jeder Frau steckt ein Stück Hefe, plötzlich geht sie auf." Freilich bekamen auch die Männer ihr Fett weg: "In jeder Frau steckt ein Stück Hefe, in manchen Männern aber auch." Mit viel Charme zeigten sich die 15 Models dann auf dem Laufsteg. Zum Auftakt der Präsentation war Mode aus den 30er und 40er Jahren zu sehen. Damals kleideten sich die Damen noch sehr diskret und verschlossen. Weiter ging es mit der Mode aus den 50er Jahren, an der sich zum Teil bereits der zunehmende Wohlstand in der Gesellschaft zeigte. Ein Muss war für viele Frauen damals ein Hut.

Schürzen und Kopftücher waren in den 60er Jahren noch recht gefragt, auch marinefarbene Kleider, die größtenteils selber genäht wurden. Die Röcke wurden nun auch deutlich kürzer als in den Jahrzehnten zuvor. Im Zuge der "Flower-Power"-Bewegung in den 70/80er Jahren hielten Hot-Pants und Minikleider Einzug in die Kleiderschränke. Diese konnten aber nicht vorgeführt werden, wie Barbara Schaumberger mit Bedauern erklärte: "Wir haben in unseren alten Utensilien nichts mehr gefunden, das uns noch passt." Nicht fehlen durfte im weiteren Verlauf Trachten- und Dirndl-Mode, die heute beliebter scheint als je zuvor. "Ich hätte nie gedacht, dass eine Zeit kommen wird, in der nahezu jeder in Tracht zum Mitterteicher Starkbierfest geht", sagte die Moderatorin. Präsentiert wurde die Trachtenmode von Kreisbäuerin Irmgard Zintl und Erika Stock. Als Höhepunkt waren am Ende Schlafanzüge und Nachthemden aus längst vergangenen Zeiten zu bewundern. Nach der rund 30-minütigen Modenschau bedankten sich die Zuschauerinnen mit viel Applaus.

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Bildergalerie im Internet:

www.onetz.de/1818678

Ich hätte nie gedacht, dass eine Zeit kommen wird, in der nahezu jeder in Tracht zum Mitterteicher Starkbierfest geht.Barbara Schaumberger
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