Neue Chance für Schafferhof

Fördervereinsvorsitzender Uwe Rosner (rechts) dankte dem gesundheitlich angeschlagenen Architekten Gerhard Plaß für seinen Vortrag zum neuen Schafferhof-Konzept und wünschte mit einem Glas Bio-Honig gute Besserung. Bild: hfz
Vermischtes
Konnersreuth
22.12.2016
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Nach Jahren des Stillstands beim Projekt Schafferhof blickt der "Förderverein Informations- und Begegnungszentrum" nun wieder optimistisch in die Zukunft - das betonte Vorsitzender Uwe Rosner bei der Jahresversammlung. Architekt Gerhard Plaß gab Einblicke ins neue Konzept.

Zahlreiche Mitglieder hieß Uwe Rosner im Gasthaus "Weißes Ross" willkommen, darunter auch Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr und Marktrat Edwin Pfohl als Vertreter der Marktgemeinde. Rosner machte deutlich, dass der 79 Mitglieder zählende Förderverein durch die in Auftrag gegebene Umplanung des Schafferhof-Konzepts wieder voller Zuversicht sei. "Mit der Umplanung bekommt das Projekt eine neue Chance."

Der Vorsitzende schaute zurück auf die Entwicklungen seit dem Kauf, darunter die ursprüngliche Konzepterstellung, die Aufnahme in die Denkmalschutzliste, die Aussetzung des Projekts wegen fehlender Haushaltsmittel, der Bürgerentscheid im Jahr 2014 und der von Behördenseite abgelehnte Abbruch. Nach turbulenten Jahren habe sich 2016 Positives im Hinblick auf die Sanierung aufgetan. Rosner machte deutlich, dass sich durch die Aufnahme des Landkreises Tirschenreuth in die Förderoffensive Nordostbayern auch die Förderkulisse verbessert habe und Zuschüsse von bis 90 Prozent möglich seien. In diesem Zusammenhang dankte er besonders Fördervereinsmitglied MdL Tobias Reiß für dessen Einsatz. Alle weiteren Zuschussgeber, die bisher mit im Boot gewesen seien, hätten laut Uwe Rosner zuvor schon ihre Bereitschaft zur weiteren Unterstützung untermauert.

Architekt Gerhard Plaß ging in seinem Vortrag zunächst auf die Geschichte des Schafferhof-Anwesens ein. Ein historisches Gebäude wie dieses mit seiner Remise, dem Wohn-Stallhaus und der Scheune sei aus städtebaulicher Sicht unbedingt zu erhalten. Dies sei auch der Grund für die hohe in Aussicht gestellte Förderung. Anschließend ging Plaß auf die Unterschiede zu den ursprünglichen Planungen ein. Darüber hatte er zuvor auch schon unter anderem im Marktgemeinderat referiert (wir berichteten). So werde es keinen großen Saal in der Remise geben und auch die geplanten Dachgauben habe man gestrichen. Ebenfalls nicht mehr vorgesehen seien eine Cafeteria mit Küche, Kühlanlagen und Toiletten im Remisen-Bereich.

Authentische Orte

Die neuen Planungen sehen laut Plaß auch Änderungen am musealen Konzept vor. Besucher und Pilger sollen im öffentlich zugänglichen Bereich des Areals im Innenhof mit Hilfe von Schautafeln erste Informationen über Konnersreuth und Therese Neumann erhalten. Plaß erläuterte auch den Vorschlag zu weiteren Informationsstandorten in und um Konnersreuth. Mit Geburtshaus, Pfarrkirche und Resl-Garten habe Konnersreuth authentische Orte, wo Therese Neumann gelebt und gewirkt hat. Der Friedhof mit ihrer Grabstätte sei ein weiterer Ort für Pilger. Dazu gebe es noch das Kloster Theresianum und das Kloster Fockenfeld mit Spätberufenenschule, die auf ihre Initiative hin entstanden sind. "An all den genannten Orten können Besucher und Pilger Informationen zu Therese Neumann und Konnersreuth erhalten", erklärte Plaß. Im "Informations- und Begegnungszentrum" mit Resl-Museum werde man die Möglichkeit haben, Bild- und Tonmaterial mit Hilfe modernster digitaler Technik zu zeigen. Auch können hier verschiedenste Exponate der Öffentlichkeit mit moderner Museumspädagogik präsentiert werden, so Plaß weiter.

Vielfältig nutzbar

Ein weiterer Punkt sei die mögliche Integration des Ratssaals der Marktgemeinde im Schafferhof. Gemeinde, Pfarrei und Vereine könnten diesen großen Raum vielfältig nutzen. Ein großer Vorteil wäre der barrierefreie Zugang, den es zum Rathaus derzeit nicht gibt. Gerhard Plaß zeigte sich auch im Hinblick auf den Kostenrahmen des Projekts zuversichtlich.

Uwe Rosner dankte Plaß für den Vortrag und sah angesichts der verbesserten Fördermöglichkeiten und der momentan günstigen Zinslage sehr gute Voraussetzungen zur Umsetzung des Vorhabens. Rosner abschließend: "Wir können mit dieser Perspektive jetzt auch verstärkt um Freunde, Förderer und Gönner werben, was allen am Projekt Beteiligten zu Gute kommt und damit auch den Bürgern von Konnersreuth."
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