23.03.2018 - 20:10 Uhr
Konnersreuth

Neue Sportart an der Grundschule Kinder ganz heiß auf Kin-Ball

Hierzulande ist das Spiel weitgehend unbekannt. Doch die Grundschule könnte Vorreiter werden und eine der ersten Mannschaften stellen.

Das aus Kanada stammende Mannschaftsspiel Kin-Ball fand an der Grundschule schon begeisterte Anhänger. Sportlehrerin Monika Kunz holte das Ehepaar Gernot und Marianne Köcher aus Weiden für eine eine Schnupper-Trainingsstunde nach Konnersreuth. Bild: exb
von Externer BeitragProfil

"Kin-Ball ist ein kooperatives Mannschaftsspiel und wird mit drei Mannschaften zu je vier Spielern gespielt", heißt es in der Pressemitteilung der Schule über die Sportart, die 1986 in Québec von Sportlehrer Mario Demers erfunden wurde. Gespielt wird der Breitensport den Angaben zufolge in vielen Ländern - besonders in Kanada, Japan, Frankreich, Belgien und der Schweiz. "In 15 Ländern haben sich nationale Verbände organisiert, welche dem internationalen Verband angehören." In Deutschland dagegen sei Kin-Ball kaum bekannt. Auf einer Sport-Fortbildungsmaßnahme in Neustadt/WN lernte Sportlehrerin und Klassleiterin Monika Kunz erst kürzlich Kin-Ball kennen. Ihr gefielen die Spielidee und vor allem die pädagogischen Ansätze so gut, dass sie beschloss, diesen Sport auch an ihrer Schule bekannt zu machen. Dafür konnte sie das Ehepaar Gernot und Marianne Köcher aus Weiden gewinnen: Beide sind begeisterte Kin-Baller und in Sachen Kin-Ball missionarisch unterwegs. Sie kamen nach Konnersreuth und brachten die gesamte Ausrüstung mit. "Der Funke sprang über und die Kinder waren sofort Feuer und Flamme, sowohl bei lockeren Ball- und Vorübungen, als auch schon bei einem kleinen Spiel nach Punkten." Abschreckend wirkt momentan, dass die Grundausstattung relativ teuer ist: Denn ein großer guter Kin-Ball kostet etwa 250 Euro. "Doch der Ball hält viele Jahre", heißt es dazu in der Pressemitteilung der Schule. Der Gewinn für die Schüler wiege dies schnell auf. Wenn alles nach Plan verläuft, dann könnte Konnersreuth eine der ersten schulischen Kin-Ball-Mannschaften in der Region stellen. Info-Kasten

Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer

Der Kin-Ball hat einen Durchmesser von 1,2 Meter, wiegt aber weniger als 1 Kilogramm. Durch besondere Flugeigenschaften fordert er Koordination, Kraft, Schnelligkeit und Ausdauer der Spieler. Jedem Team ist eine Farbe zugeordnet - normalerweise Schwarz, Grau und Blau bzw. Pink. Die aufschlagende bzw. angreifende Mannschaft darf durch den Befehl "Omnikin" und der Nennung einer Team-Farbe eine der beiden anderen Mannschaften bestimmten, den Ball unter Kontrolle zu bringen. Ziel ist dabei, den Ball in der Luft zu halten: Berührt er den Boden, zählt dies als Fehler und die beiden anderen Mannschaften erhalten je einen Punkt. Die Mannschaft, die den Ball unter Kontrolle bringt, darf ihrerseits angreifen.

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