09.03.2018 - 20:00 Uhr
Konnersreuth

Rahmenkonzept für Therese Neumann-Museum Deutschlandweit einmalig

Nicht sensationslüstern und schon gleich nicht voyeuristisch: Respektvoll sein soll die Annäherung an Therese Neumann im künftigen Museum.

Bienenhonig aus eigener Herstellung gab es für die drei Referenten (von rechts) Gerhard Plaß, Elisabeth Vogl und Alice von Schnurbein von Fördervereins-Vorsitzendem Uwe Rosner. Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Alice von Schnurbein und Elisabeth Vogl präsentierten im Gasthof Schiml das Konzept für die Präsentation im Informations- und Begegnungszentrum Konnersreuth, das im Schafferhof entstehen soll. Baubeginn sei am Mittwoch gewesen, erklärte Uwe Rosner als Vorsitzender des Fördervereins dem großen und kurzzeitig verblüfften Zuhörerkreis.

Ein Bagger hatte am Mittwoch die frühere Jauchegrube herausgerissen. "Es wird ein Treff für die Vereine", sagte Rosner über das künftige Haus und warb um Mitglieder für den Förderkreis. Dem gehören aktuell 70 Personen an.

Wege nach Konnersreuth

Architekt Gerhard Plaß schilderte Details. "Im Schafferhof erhalten die Gäste Informationen, die sie dann beim Rundgang vertiefen können." Der neue Schafferhof werde kein geschlossenes Eingangstor mehr haben, sondern offen gestaltet, das komplette Areal und der Museumsbereich sollen barrierefrei erreichbar sein. Elisabeth Vogl, Leiterin des Waldmuseums in Zwiesel und Schwester von Professor Dr. Wolfgang Vogl, stellte das Museum unter den Arbeitstitel "Wege nach Konnersreuth - Therese Neumann-Museum". Vogl erinnerte daran, dass sie sich seit vielen Jahren mit dem Thema beschäftigt. Im Museum würden viele Gegenstände und Sachen gezeigt, die im direkten Kontakt zur Resl standen - aufbewahrt in verschlossenen Vitrinen. Weiteres Ziel ist es, das Geburts- und Sterbehaus der Resl zu entlasten. Das Haus solle Gedenkstätte werden. "Ich nehme Sie mit auf einen Rundgang durch das geplante Museum", sagte die 31-jährige Historikerin Alice von Schnurbein. "Unsere Maxime ist, dass wir das besondere Leben der Therese Neumann, losgelöst von hitzigen, emotionalen und wertenden Diskussionen, darstellen. Die Präsentation konzentriere sich auf Quellen aus erster Hand - Briefe, Dokumente, Arzt- und Zeitzeugenberichte.

Neun Ausstellungsräume

Insgesamt wird es im Schafferhof neun Ausstellungsräume im Unter- und Obergeschoss zum Thema geben. Die Räume folgen der historischen Chronologie. In der Ausstellung werden verschiedene Themen behandelt: Wer war Therese Neumann? Wie war es möglich, dass sie so berühmt wurde? Was machte sie so besonders? Welchen Einfluss hatte Therese Neumann auf die Menschen zu ihren Lebzeiten und welchen hat sie auf die Menschen heute? "Die Besucher sollen auch viel über die Privatperson Therese Neumann erfahren, über ihre Familiengeschichte, Kindheit und Jugendjahre". Breiten Raum nimmt das Thema "Wie war es möglich, dass Therese Neumann zu einem globalen Medienereignis wurde?" ein. Weiter wird detailliert auf Personen eingegangen, die in engen Zusammenhang mit ihr stehen.

Einen eigenen Raum widmet das Museum der Zeit nach dem Todestag der Resl bis heute. Dazu gibt es Einblicke in die Ortsgeschichte und einen Recherche-Raum mit PC-Station und Handbibliothek. Alice von Schnurbein zeigte sich im Gespräch mit Oberpfalz-Medien vom Erfolg des Museums überzeugt und sprach von einem deutschlandweit einmaligen Konzept. Auch deshalb seien die Fördergeldgeber Feuer und Flamme.

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