19.02.2018 - 20:00 Uhr
Konnersreuth

Resl-Gebetstag in Konnersreuth Resl als Fingerzeig Gottes

Er ist in unmittelbare Nähe der Konnersreuther Kirche aufgewachsen und feierte dort 1996 Primiz. Nun kehrt Pfarrer Thomas Eckert als Prediger in seine Heimatpfarrei zurück.

Gemeinsam am Altar standen (von links) Pater Hans Junker, Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr, Pfarrer Thomas Eckert (St. Konrad Regensburg) und Pfarrer Benedikt Voss (Kloster Theresianum). Bild: jr
von Josef RosnerProfil

Seit genau 13 Jahren läuft der Seligsprechungsprozess für Therese Neumann. Am 13. Februar 2005 startete der damalige Diözesanbischof Gerhard Ludwig Müller das offizielle Verfahren. Über den aktuellen Stand ist derzeit wenig bis gar nichts bekannt. Nur so viel heißt es immer wieder: "Wir sind auf einen guten Weg." Da sich die Besuche hoher katholischer Würdenträger in jüngster Zeit häufen, gehen Beobachter jedoch von einem guten Ende aus.

Am Samstag predigte der gebürtige Konnersreuther Pfarrer Thomas Eckert, der derzeit in St. Konrad in Regensburg wirkt, in seiner Heimatkirche. Premiere feierten die Frauen der Kirchenchöre Mitterteich, Konnersreuth und Leonberg, die unter der Leitung von Matthias Schraml Kirchenchor die "Kunigundenmesse" aufführten.

Pfarrseelsorger Pater Benedikt Leitmayr erinnerte in der Begrüßung an den Start des Seligsprechungsprozesses. In 13 Jahren habe sich viel getan. Pater Benedikt berichtete von unzähligen Gebeten, viel Arbeit und Forschung in der Causa Therese Neumann. "Wir alle sind bemüht, dass unsere Resl bald zur Ehre der Altäre erhoben wird", sagte der Geistliche. Hauptzelebrant Thomas Eckert entbot "seinen" Konnersreuthern ein herzliches "Grüß Gott" und machte deutlich, dass er öfters hier in der Heimat sei. Besonders freute er sich über die gut gefüllte Pfarrkirche zum Resl-Gebetstag.

Der Aufhänger seiner Predigt war das Navigationsgerät, das er als eine der besten Erfindungen der vergangenen Jahre bezeichnete. "Zwar brauche ich kein Navi, wenn ich nach Konnersreuth fahre, aber als ich in Regensburg mit meiner Seelsorgetätigkeit begann, wurde mir das Navi ein treuer Begleiter", sagte der Pfarrer und betonte: "So ein Navi bräuchte es in unserer Zeit auch im Glauben." Dabei nannte er die Heilige Schrift eine Art Navigationshilfe. "Gerade die Bibel kann uns Hilfe in vielen aktuellen Fragen geben, sie will uns helfen, den richtigen Weg zu finden." Dabei machte der Prediger deutlich, dass die Menschen auf ihren Lebenswegen auch durch viele Wüsten gingen. Da sei es gut, auf die Navigationshilfe des Glaubens zurückzugreifen. "Wir können tief fallen, aber nicht tiefer als in die Hände Gottes", war Pfarrer Eckert sich sicher. Es gebe Glaubensnavigationsgeräte auch in der heutigen Zeit in der nächsten Umgebung. "Frauen und Männer sind unsere Wegbegleiter, die bereits Heilige und Selige sind." Konnersreuth sei in bester Gesellschaft, verwies der Sprecher auf Theresia von Lisieux, die Lieblingsheilige der Resl. Nicht umsonst sei sie 1997 zur Kirchenlehrerin ernannt worden. "Theresia von Lisieux hat die Menschen geliebt, sie wollte Kind sein vor Gott."

Oft werde er gefragt, wo er herkomme, wenn sein Stiftländer Dialekt mal wieder aus ihm heraussprudle. "Wenn ich sage, aus Konnersreuth, sind die Menschen oft erstaunt: Konnersreuth, da war doch was. Für uns Konnersreuther ist dies etwas ganz Normales, für Außenstehende eher nicht", meinte Pfarrer Eckert. "Konnersreuth und die Geschehnisse hier sind ein Fingerzeig Gottes", wünschte er sich abschließend, dass die Menschen noch mehr ihr Navigationsgerät Glauben benützen und sich dann auf den Weg zum Dienst am Menschen machen.

Nach dem Gottesdienst bewegte sich eine Lichterprozession ans Grab der Resl, wo um ein gutes Ende des laufenden Seligsprechungsprozesses gebetet wurde - wie vor 13 Jahren schon.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.