13.03.2018 - 15:48 Uhr
Konnersreuth

Sitzung des Konnersreuther Marktrates Baukosten-Mehrung und Ladestationen

Eine Kostensteigerung beim Projekt Schafferhof und eine Förderung für E-Bike-Ladestationen sind die zentralen Themen in der jüngsten Sitzung des Konnersreuther Marktrats. Grünes Licht gibt es für den Ausbau eines Gastronomiebetriebs.

Begonnen haben die Arbeiten im Schafferhof. Nach langen Jahren der Planung und Diskussionen rollen endlich die Baumaschinen. Allerdings wird die Sanierung teurer werden als zunächst gedacht. Schon das erste Ausschreibungsergebnis deutet daraufhin. Bis in spätestens zwei Jahren sollen die Arbeiten abgeschlossen sein
von Josef RosnerProfil

Teurer als zuletzt geplant werden Sanierung und Ausbau des Schafferhofs. Das erste Ausschreibungspaket erbrachte eine Kostenmehrung von 161 019 Euro, wie Bürgermeister Max Bindl mitteilte. Nach einer Prüfung der Unterlagen habe die Regierung der Oberpfalz dies aber abgesegnet, auch weil einige Arbeiten bereits im ersten Paket enthalten seien, die erst im zweiten vorgesehen gewesen wären. Das zweite Ausschreibungspaket ist laut Bindl derzeit in Arbeit und werde bald verschickt. Damit könnte sich wieder eine Kostenminderung ergeben. Ob und wie viel die Gemeinde letztlich zusätzlich ausgeben muss, sei noch offen. Zu bedenken sei stets, dass für das Projekt ein Fördersatz von rund 90 Prozent gilt.

Die Submission des ersten Ausschreibungspakets war bereits am 23. Januar erfolgt. Nachdem nun die Geheimhaltungsgründe weggefallen waren, konnte der Bürgermeister in öffentlicher Sitzung über die Auftragsvergabe informieren. Mit den Baumeisterarbeiten wurde die Firma Regner (Furth im Wald) beauftragt, wofür etwas mehr als eine Million Euro fließt. Die Zimmererarbeiten zum Preis von knapp 390 000 Euro führt das Wiesauer Unternehmen Dako-Bau aus. Letzteres erhielt auch den Zuschlag für die Dachdeckerarbeiten in Höhe von fast 115 000 Euro. Vergeben wurden auch noch einige kleinere Aufträge, etwa für Flaschner- und Gerüstbauarbeiten, Blitzschutzanlage und Elektro-Demontage. Zwischenzeitlich haben die Arbeiten im Schafferhof auch schon begonnen. Die Baustelle wird den Marktrat heuer und auch 2019 beschäftigen. Der Marktgemeinderat war über die Kostenmehrung zuvor schon nichtöffentlich informiert worden.

Weiter befasste sich das Gremium mit einem Investitionszuschuss für E-Bike-Ladestationen. Bürgermeister Max Bindl betonte, dass E-Bikes immer populärer würden und einen touristischen Mehrwert bedeuteten, auch für Konnersreuth. Bindl machte vonseiten der Verwaltung den Vorschlag, jeden Konnersreuther Gastronomiebetrieb und jeden Beherbergungsbetrieb mit einem einmaligen Investitionskostenzuschuss von maximal 2000 Euro zu unterstützen. Eine Förderung von jeweils 2000 Euro sollte in den Haushalten der kommenden Jahre berücksichtigt werden. Für die Freien Wähler stimmte Reinhard Wurm diesem Antrag zu. Andreas Malzer (CSU) schloss sich dem an - es sei an der Zeit, die Schaffung von Ladestationen endlich in die Tat umzusetzen. Edgar Wenisch (SPD) erinnerte daran, dass eine gemeindliche Förderung vonseiten der SPD angeregt worden sei. Wenisch setzte sich dafür ein, gleich im ersten Jahr 4000 Euro bereitzustellen, so dass gleich zwei Betriebe den Zuschuss erhalten können. Ab dem folgenden Jahr könnten dann wie von Bindl vorgesehen 2000 Euro in den Haushalt eingestellt werden. Markus Troesch (Marktverwaltung) sah darin kein Problem. Edgar Wenischs Vorschlag wurde einstimmig gebilligt.

Keine Einwände gab es gegen die beantragte Erweiterung der "Hofner-Zoiglstube". Martin Haberkorn will auch im Obergeschoss Zoigl und Brotzeiten verkaufen. Alle Markträte begrüßten dieses Vorhaben und waren sich einig, dass damit das gastronomische Angebot weiter bereichert würde. Bürgermeister Bindl berichtete von einer erheblichen Steigerung der Übernachtungszahlen in der Marktgemeinde. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 8787 Übernachtungen gezählt, was eine Auslastung von 32 Prozent bedeutete. Den Gästen stehen in Konnersreuth aktuell 76 Betten zur Verfügung.

Edgar Wenisch wollte am Ende wissen, ob das in einer Versammlung des Schafferhof-Fördervereins präsentierte Konzept für das geplante Therese-Neumann-Museum (wir berichteten) auch noch gesondert im Marktrat vorgestellt wird. Max Bindl verwies auf den nichtöffentlichen Teil der Marktratssitzung.

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