15.02.2018 - 13:44 Uhr

Immer mehr Besucher in Amberg-Sulzbach 2017: Gutes Jahr für Tourismus

3,7 Prozent mehr Übernachtungen als im Vorjahr zeigt die Tourismus-Bilanz im Freistaat. Für Amberg und das Amberg-Sulzbacher Land verkünden die Zahlen ein leichtes Minus. "Das hat überhaupt keinen Aussagewert", sagt Hubert Zaremba, Tourismusreferent des Landkreises.

Neben Übernachtungsgästen kommen auch immer mehr Tagestouristen in die Region Amberg-Sulzbach. Hier ist eine Wandergruppe bei Sulzbach-Rosenberg unterwegs. Archivbild: Hartl
von Anne Sophie Vogl Kontakt Profil

Amberg-Sulzbach. Etwa 77 000 Übernachtungen kann die Stadt Amberg für das vergangene Jahr verzeichnen, das teilte die Gewerkschaft Nahrung Genuss Gaststätten (NGG) mit. Im Landkreis seien es um die 285 000 gewesen.

Dass dies im Vergleich zum Vorjahr ein leichtes Minus bedeutet, beunruhigt Hubert Zaremba nicht. Die reinen Zahlen sagten alleine nichts aus, betont er. Zum einen erfasse die Statistik nur die gemeldeten gewerblichen Hotelbetriebe ab zehn Betten: "Pensionen mit weniger Betten oder Ferienwohnungen werden gar nicht aufgeführt."

Hinzu komme, dass zwar die Zahl der Übernachtungen im Landkreis für sich betrachtet, um 1,9 Prozent zurückgegangen sei, sich allerdings auch acht Betriebe abgemeldet hätten. Diese Zahl sei damit von 81 auf 73 gesunken. Damit ist die Verteilung der Gäste laut Zaremba eine ganz andere, da pro Unterkunft die Auslastung höher ist.

Prospekte sind gefragt

Ähnlich gestalte sich die Situation auch in der Stadt Amberg. Auch mit einem Minus von 0,7 Prozent, allerdings auch zehn Prozent weniger Betrieben (Rückgang von 11 auf 10), stehe der Tourismus eigentlich sehr gut da. "Man darf nicht nur die Zahlen betrachten", betont Zaremba. Also kein Grund zur Sorge? Den sieht der Tourismus-Referent tatsächlich nicht: "Die Vermieter sagen mir sogar, dass 2017 ein verdammt gutes Jahr war. Das nehmen wir auch im Landratsamt so wahr." Die Nachfrage nach Prospekten steige deutlich.

Zaremba verweist auf eine Erhebung auf dem Jahr 2015 der DWIF (Tourismusberatung). Diese gehe von etwa 400 000 Übernachtungen und über vier Millionen Tagesreisen im Landkreis aus. "Das alles taucht in der Statistik gar nicht auf."

Mehr Lohn im Service

Diese positive Tendenz nimmt die NGG zum Anlass, eine Lohnerhöhung für Hotel- und Gastronomiemitarbeiter zu fordern. "Sie leisten harte Arbeit und sind für ihre Betriebe flexibel, bis es quietscht", betont Rainer Reißfelder, Geschäftsführer der NGG, in einer Pressemitteilung. Bei der anstehenden Tarifrunde für das bayerische Gastgewerbe verlangt die Gewerkschaft mehr Lohn.

Die Vermieter sagen mir, dass 2017 ein verdammt gutes Jahr war. Das nehmen wir auch im Landratsamt so wahr.Tourismus-Referent Hubert Zaremba

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