01.03.2018 - 18:32 Uhr

28000 Euro Leader-Förderung für Amberg-Sulzbacher Projekt Geld für über 1000 Hausnamen

Die Begeisterung war schon vorher groß. Jetzt ist auch das Geld dafür da. Mit 28 000 Euro unterstützt die Leader-Förderung das Projekt "Hausnamen erzählen Geschichte" im Landkreis Amberg-Sulzbach.

Symbolisch wurde schon einmal ein Muster eines Hausnamen-Schildes am Landratsamt angebracht. Über den Förderbescheid freuen sich (von links) Landrat und LAG-Vorsitzender Richard Reisinger, LAG-Managerin Maria Schmalzl, der Sprecher der Kreisheimatpfleger, Dieter Dörner, und Leader-Koordinator Hans-Michael Pilz. Bild: Hollederer
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 Sichtlich stolz nahm Landrat Richard Reisinger, zugleich Vorsitzender der LAG Regionalentwicklung Amberg-Sulzbach, jetzt den Förderbescheid von Leader-Koordinator Hans-Michael Pilz für das Projekt "Hausnamen erzählen Geschichte" entgegen.

"Damit verbunden sind maximal rund 28 000 Euro Leader-Förderung für die nun insgesamt 1079 Hausnamens-Schilder, davon jeweils die Hälfte aus Töpfen des Freistaats und der Europäischen Union", erklärt Maria Schmalzl, Managerin der Lokalen Aktionsgruppe Regionalentwicklung. Landrat Richard Reisinger zeigt sich erfreut über die enorme Strahlkraft des Projekts im Landkreis: "Sogar die vereinzelten Nachzügler konnten wir noch in das Projekt mit aufnehmen. Ich bin überrascht und gleichzeitig auch stolz darauf, wie viele Rückmeldungen wir aus dem ganzen Landkreis erhalten haben." Wie gut das Projekt ankomme, sieht man laut Reisinger auch daran, "dass die Kommunen teilweise komplett die Restkosten, die nicht über Leader gedeckt werden, für ihre Bürger übernehmen."

Die Rückbesinnung auf Tradition und das Befassen mit der eigenen Geschichte erleben in den letzten Jahren wieder einen Aufschwung: Das hat Maria Schmalzl vom LAG-Management festgestellt. Seien besonders die Hausnamen vielerorts schon in Vergessenheit geraten, würden sie jetzt wieder mehr benutzt oder zumindest aufgeschrieben. Das Leader-Projekt setzt genau hier an: Auf Schildern werden sowohl der Hausname, als auch - soweit bekannt - seine Herkunft dargestellt.

Die kulturelle Bildung der Bevölkerung ist laut Schmalzl ebenso ein wesentlicher Bestandteil des Projekts: "Es trifft sich teilweise die ganze Dorfbevölkerung, um gemeinsam die Geschichte und die Zusammenhänge der Hausnamen im Dorf aufzuarbeiten." Federführend seien in den meisten Orten die Heimatpfleger oder Heimat- und Kulturvereine.

Soweit die beteiligten Firmen den geplanten Zeitrahmen einhalten können, werden die Schilder nach den Osterferien an die teilnehmenden Kommunen verschickt. Dort können die Bürger die Schilder dann abholen. Über die Details dazu werden sie vorher rechtzeitig informiert.

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