29.09.2017 - 07:00 Uhr
Oberpfalz

Künstlerin Evi Steiner-Böhm blickt mit Ausstellung auf zehnjährige Erfolgsgeschichte zurück Ein Hof voller Wunder

Eckertsfeld. Alles aufzugeben für die eigene Leidenschaft - das hat Evi Steiner-Böhm gewagt und lebt nun seit zehn Jahren ihren Traum. Die freischaffende Künstlerin hat aus einem alten Bauernhaus ihren Wunderhof entstehen lassen. In der ländlichen Idylle stellt sie ihre Werke aus und präsentiert sie der Öffentlichkeit. Doch das neu gestaltete Anwesen ist mehr als das.

Bürgermeisterin Brigitte Bachmann (links) brachte Evi Steiner-Böhm zur Feier des Tages eine Flasche Champagner mit. Bild: wsb
von Redaktion OnetzProfil

"Am Wunderhof kommen Kunst, Unterricht und Gastfreundschaft zusammen - genau die Dinge, die mir immer am wichtigsten waren", erzählt Steiner-Böhm. Neben den Ausstellungen gibt sie in der Kreativwerkstatt und der Jugendkunstschule Interessierten Kurse. Besonders beliebt sei der Lebensgarten, durch den die Künstlerin Erwachsene begleitet. "Die Teilnehmer gehen ganz bewusst durch ihr eigenes Leben", beschreibt sie die Erfahrungen während einer solchen Führung.

Entstanden ist die Idee des Wunderhofs, als die Kinder erwachsen waren: Die Künstlerin beschloss, ihr Leben neu auszurichten und ein verfallenes Anwesen in Eckertsfeld neu zu gestalten. Einfach fiel ihr die Entscheidung nicht, doch ihre Familie habe sie dabei unterstützt. "Hier war alles Wildnis", erinnert sich die Betreiberin des Wunderhofs an die ersten Jahre. 2007 fand die Eröffnung des Natur-Kunstraums statt, vom alten Gehöft steht außer einer Scheune nichts mehr. "Als ich klein war, habe ich hier immer Eier gesucht", erzählt Steiner-Böhm, die in ihrer Kindheit oft im Dorf zu Besuch war und den Hof von damals noch gut kannte. Die Grundmauern des alten Gebäudes sind immer noch sichtbar, so hält die Künstlerin ihre Erinnerungen an damals lebendig.

Zum Jubiläum war Bürgermeisterin Brigitte Bachmann vorbeigekommen. "Ich bin heute auch ganz privat hier", begrüßte sie ihre gute Bekannte Steiner-Böhm. Zur Feier des Tages brachte sie eine Flasche Champagner mit. Der Wunderhof sei mit seiner Kunstschule ein Aushängeschild für die Region.

Zum zehnjährigen Bestehen können Kunstliebhaber vom 1. bis 15. Oktober in einer Ausstellung die Höhepunkte der letzten Jahre bewundern. Für die Künstlerin (61) sind das neben der Eröffnung 2007 die Werke ihres Sohnes Stephan, der 2015 in die Fußstapfen seiner Mutter trat. Geöffnet ist an Sonn- und Feiertagen von 14 bis 18 Uhr. Im Café werden Besuchern zudem leckere Kuchen angeboten. Bevor sie jedoch zum eigentlichen Wunderhof gelangen, führt der Weg durch einen kleinen Wald, der mit seinen fratzenhaften Holzfiguren tatsächlich etwas Magisches hat.

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