19.06.2006 - 00:00 Uhr
Oberpfalz

Fünftes kirwa.net.musik.fest rund um Rödlashütte bei Massenricht - Frauenpower an der Quetschn Zünftig, ohne Strom und Gage

Sommer, Sonne, Kirwamusi: Biergartenatmosphäre der feinsten Sorte gab es beim fünften kirwa.net.musik.fest rund um die Rödlashütte bei Massenricht. Mehr als 30 Musikanten aus der Kirwaszene spielten bis in die frühen Morgenstunden auf - ohne Strom, ohne Verstärker und auch ohne Gage.

von Autor (gri)Profil

Aus dem westlichen Landkreis waren die "Kirchenreinbacher Spitzboum" nach Massenricht gekommen. Schon von Weitem war an den tirilierenden Klarinetten zu hören, dass sie mit von der Partie waren. Markenzeichen ihres Repertoires sind die "Bairischen" mit den markanten Soli der Blechbläser. Fehlen durfte das weibliche Pendant eines "Spitzboum" dabei natürlich nicht: Auch Heike Pilhofer, unermüdliche Kirwamusikantin aus Fromberg, spielte auf.

Das Quetschnspielen entwickelt sich immer mehr zu einer weiblichen Domäne: Mit Christina Ertl (Sinnleithen) und Angie Reger (Kürmreuth) gaben zwei der jüngsten "Quetschistinnen" aus dem Landkreis ihre Visitenkarte ab. Dazu gesellten sich Alexandra Schmied (Hohenkemnath) und Veronika Bichlmayer aus Niedersüßbach bei Landshut.

Musikalische Hochgenüsse servierte die "Hoibruck-Musi" aus Ursensollen. Die Musiker glänzten mit altüberlieferter Oberpfälzer Kirwamusik, die immer noch ihren festen Platz in der Kirwakultur hat, auch wenn populäre volkstümliche Musik längst die Bierzelte erobert hat. Ein paar deftige Gesänge rieben Gerhard Köbler und Uli Piehler Landrat Armin Nentwig unter die Nase. "Hör auf mit Deinem singa, Du Aff du großgröina. Lou ander Leit singa, döis besser kinna!", hieß ein Schnodahipfl, das auf eines des Landrats folgte.

Nentwig nahm's gelassen und bedankte sich bei dem Duo für den Humor und die Förderung der Kirwakultur. An Uli Piehler überreichte er einen Scheck. Das Geld soll zum Unterhalt des Internet-Portals "kirwa.net" verwendet werden. "Wir kommen für die Kirwapaare und auch für das kirwa.net zu diesem Fest", erklärte Gerhard Köbler aus Freudenberg, der seit mehr als 15 Jahren - zunächst als Elbertritscher, dann als Rauhbirl - als Kirwamusikant aktiv ist. Das kirwa.net.musik.fest sei wie eine Musikantenbörse, neue Kontakte entstünden, Liedgut würde ausgetauscht. "So war das von Anfang an gedacht", sagte Dieter Kohl aus Massenricht, der das Fest maßgeblich mit vorbereitet hat.

Sein Dank galt allen Musikanten, die sich für die Kirwakultur einsetzen und nicht zuletzt auch den Musikanten der Bands Wöidarawöll und Quertreiber, Christoph Butz und Marco Ries aus Freudenberg, den Haflingern aus Mertenberg bei Kemnath am Buchberg sowie Uli Iberer und Christoph Weiß aus Hahnbach.

Das nächste kirwa.net.musik.fest soll 2007 in Hohenburg stattfinden.

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