Bayerischer Landtag gibt weitere 28,8 Millionen Euro frei
Ein Batzen Geld für die Kastler Klosterburg

Hübsch, aber jahrelang im Dornröschenschlaf. Jetzt wird die Kastler Klosterburg zu neuem Leben erweckt - mit 37,4 Millionen Euro. Bild: Hartl
Politik
Kreis Amberg-Sulzbach
07.12.2017
332
0

Jahrelang stand sie leer, jetzt nimmt der Freistaat ordentlich Geld in die Hand für die neue Nutzung der Kastler Klosterburg: Der Haushaltsausschuss im Landtag hat weitere 28,8 Millionen Euro für den Umbau des historischen Komplexes freigegeben. Hier sollen künftig Polizeischüler logieren.

Kastl. "Die Nutzung der Kastler Klosterburg zur Schulung des Polizeinachwuchses der Hochschule ist für den Standort Kastl und die gesamte Region Amberg-Sulzbach ein Gewinn", betonte MdL Harald Schwartz (CSU) erfreut über die Mittelfreigabe. Er habe sich im Vorfeld "in intensiven Gesprächen, unter anderem mit Finanz- und Heimatminister Markus Söder, Staatssekretär Albert Füracker und Landrat Richard Reisinger, für eine zukunftsorientierte und tragfähige Lösung eingesetzt".

"Jetzt geht es Schlag auf Schlag", kommentierte Landtagsabgeordneter Reinhold Strobl (SPD), Mitglied im Haushaltsausschuss, der sich am Mittwoch erneut mit dem Kastler Mammut-Projekt befasst hat. Kaum sei Ende Oktober die erste Teilbaumaßnahme für die Klosterburg in Höhe von 8,6 Millionen Euro genehmigt worden (www.onetz.de/1790238), habe der Haushaltsausschuss nun auch das zweite Finanz-Paket in Höhe von 28,8 Millionen auf den Weg gebracht.

Platz für 120 Studenten

"Damit belaufen sich die Gesamtkosten für die Renovierungs- und Umbaumaßnahmen auf 37,4 Millionen Euro", berichtet Strobl. Ein Teil der Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern/Fachbereich Polizei, Standort Sulzbach-Rosenberg, soll nach Kastl verlagert werden. Insgesamt sollen möglichst schnell 120 Studien- und Unterkunftsplätze in den Gebäuden der staatseigenen Liegenschaft Klosterburg entstehen.

Weil der Platz-Bedarf bei der VII. Abteilung der Bundespolizei in Sulzbach-Rosenberg drängend und groß ist, soll das neue Domizil in Kastl stufenweise schon ab 2019 bezogen werden. "In einem ersten Schritt werden ab September 2019 60 neue Unterkunftsplätze im ehemaligen Mädcheninternat bereitgestellt", konkretisiert Strobl die erste Teilbaumaßnahme. Der übrige Bedarf des Fachbereichs werde "durch zusätzliche Unterkunftsmöglichkeiten in Sulzbach-Rosenberg gedeckt".

Umbau in zwei Etappen

Im zweiten Schritt folgen die Sanierung der übrigen Gebäude sowie die erforderliche Hochschul-Infrastruktur. Damit kann dann der Studienbetrieb in Kastl aufgenommen werden.

Die Nutzung der Kastler Klosterburg zur Schulung des Polizeinachwuchses der Hochschule ist für den Standort Kastl und die gesamte Region ein Gewinn.MdL Harald Schwartz
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.